Weg mit dem Dreck in Hammerbrook

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So wie hier vor einem leerstehenden Lokal an der Münzstraße Ecke Norderstraße sieht es vielerorts aus Foto: mdt

Quartiersbeirat fordert: „Pinkelecken“ im Münzviertel häufiger reinigen

Von Frank Berno Timm
Münzviertel
Es stinkt zum Himmel! Immer wieder werden verschiedene Plätze an der Spaldingstraße und am Münzplatz für die „schnelle Notdurft“ benutzt. Doch eine Lösung des Problems scheint schwierig zu sein. Seit Mitte November beschäftigt sich die Bezirksversammlung Mitte mit dem Umstand, dass verschiedene Plätze im Münzviertel immer wieder als „Pinkelecken“ genutzt werden. Am Bahndamm am Münzplatz hinter dem Stromkasten, der Spaldingstraße 47, Plätze am Wichernhof/Hoffnungsorte, an der Repsoldstraße 46 und in den beiden Bahntunneln Norderstraße und Rosenstraße/Norderstraße kommt es laut Drucksache 21-1593.1 immer wieder zu Verunreinigungen – so der Quartiersbeirat Münzviertel. Ob die Stadtreinigung Hamburg nicht häufiger saubermachen kann? So die Frage des entsprechenden Fachamts im Bezirk Mitte.

Problem bekannt


Die Antwort ist eher ernüchternd. Es werde zweimal die Woche gereinigt. „Der Reinigungsumfang beinhaltet das Absammeln beziehungsweise Aufkehren grober Verunreinigungen“, teilt die Umweltbehörde den Abgeordneten mit; außerdem werde eine kleine und eine große Kehrmaschine eingesetzt. Zwischendurch würden – je nach Bedarf – Papierkörbe zusätzlich geleert, „kurzfristig erforderliche Reinigungen werden vom Kümmerer ausgeführt“. Das „Wildpinkel“-Problem sei bekannt, könnte aber mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht bewältigt werden. Hochdruckreiniger könnten nicht eingesetzt werden, weil einige „Ecken“ nicht befestigt und dafür Schutzkleidung nötig sei. Auch die „Änderung der Reinigungsfrequenz“ würde „nicht zu dem gewünschten Reinigungserfolg“ führen. Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirks Mitte, lässt durchblicken, dass eine öffentliche Toilette wohl an den Kosten scheitern werde. Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung, erinnert daran, dass sein Unternehmen für die Beseitigung von Kehricht zuständig sei – „Pinkelecken“ wären nicht der Auftrag. Und Fiedler macht darauf aufmerksam, dass in der Regel gegen die Gebäude gepinkelt werde – damit sei es Sache des jeweiligen Besitzers. Auch der erwähnte Hochdruckreiniger löse das Problem nicht, denn „der Hochdruckstrahl macht nur nass“.
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