Weniger Flüchtlinge kommen nach Hamburg

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Im Dezember fand die öffentliche Plandiskussion für das Projekt „Östlich Haferblöcken“ in Billstedt statt Archivfoto: fbt

Zentraler Koordinierungsstab zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2016

Hamburg Der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) hat eine positive Bilanz des vergangenen Jahres gezogen. Nach seiner Darstellung gibt es weniger Provisorien in der Unterbringung. Außerdem sei die Zahl der Menschen, die Schutz in Hamburg suchten, gesunken. Wie der ZKF mitteilt, waren es im Januar 2016 noch 2.334, im Februar dann 2.342 – zwischen August und November im Schnitt nur noch 430 Menschen im Monat, die Hamburg zugewiesen seien worden. Damit sind laut ZKF die Flüchtlingszahlen von rund 22.3000 im Jahr 2015 auf 9.360 (bis 23.12.2016) gesunken. Von diesen gut 9.000 brauchten etwa 7.700 einen Platz in einer Flüchtlingsunterkunft.

Abbau von prekären Plätze

„Prekäre“ Plätze in Baumärkten und Gewerbehallen seien verstärkt abgebaut worden. Dies sei möglich geworden, weil „Erstaufnahmen mit einem guten Standard“, deren Bau im Jahr 2015 begonnen wurde, im letzten Jahr fertiggestellt, das Ankunftszentrum in Rahlstedt in Betrieb genommen und im Kreis Segeberg eine dortige Anlage auf Grund eines Vertrages genutzt werden konnte. Laut ZKF wurden 16 Erstunterkünfte, in denen Asylbewerber normalerweise ein halbes Jahr leben, geschlossen. Im letzten Jahr wurden laut ZKF in der gesamten Stadt 31 Folgeunterkünfte errichtet, darunter 16 mit weniger als je 300 Plätzen. Dazu gehöre die Flüchtlingsunterkunft in der Hafencity, wo inzwischen 700 Menschen wohnten. Nach wie vor sind Menschen, die eigentlich aus einer Erstaufnahme in eine andere Einrichtung oder eigenen Wohnraum umziehen könnten, ein Problem. Der ZKF erklärt, die Zahl dieser „Überresidenten“ sei jedoch im Lauf des Jahres von etwa 10.000 auf rund 6.600 reduziert worden. Aber auch die Diskussionen mit diversen Initiativen um die so genannten „Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen“, hatten Folgen. Einige der Initiativen hatten so genannte Bürgerverträge unterzeichnet. Der ZKF hat nach eigenen Angaben 44 Flächen mit insgesamt 6.480 Plätzen als „in Ersteinschätzung geeignet“ befunden. (fbt)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 05.01.2017 | 16:36  
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