Wenn es mit dem Jugendamt hakt

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Hamburgs erste Ombudsstelle in der Kinder- und Jugendhilfe hat die Arbeit aufgenommen Symbolfoto: thinkstock

Hamburg hat jetzt eine erste Ombudsstelle in der Kinder- und Jugendhilfe

Hamburg-Mitte Hamburgs erste Ombudsstelle in der Kinder- und Jugendhilfe hat die Arbeit aufgenommen. Seit 1. Oktober stehen Eva Duda-Franke, Martina Feistritzer und Olof Masch Eltern und Kinder mit Rat und Tag zur Seite. Die drei Ombudsleute unterstützen junge Menschen und Familien bei Konflikten mit den Sozialen Diensten, Einrichtungen der Kinder- Jugendhilfe aber auch mit dem gesetzlichen Vormund. „Die Ombudsstelle ist ein wichtiger Beitrag, um die Kommunikation zwischen den Betroffenen und der Behörde zu verbessern“, sagt Ralf Neubauer (SPD), der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre angelegt und könnte dann auch auf die anderen Bezirke übertragen werden.
Der Jugendhilfeausschuss hat mit der Ombudsstelle eine konkrete Hilfsmaßnahme beschlossen, um künftig tragische Fälle wie den Tod von Chantal und Yagmur verhindern zu können. Die drei Ombudsleute arbeiten ehrenamtlich. Alle drei verfügen über langjährige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Eva Duda-Franke ist ehemalige Mitarbeiterin des Jugendamtes in Harburg, Martina Freistritzer war Leiterin der Jugend- und Eingliederungshilfe bei der Alida-Schmidt-Stiftung und Olof Masch ist pensionierter Jugend- und Familienrichter. Sie helfen bei Problemen mit dem Jugendamt, beraten junge Menschen und Familien aber auch über ihre rechtlichen Pflichten und Ansprüche gemäß des Sozialgesetzebuches. (SGB VIII). „Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass auch weiterhin die MitarbeiterInnen unseres Jugendamtes vertrauensvoll und kompetent mit den Antragstellern sowie mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen vorbildlich umgehen“, sagt Lothar Knode (SPD). Von daher wünscht sich der stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, dass die Ombudsleute möglichst wenig zu tun bekommen und eventuelleKonflikte zum Wohle der Kinder gelöst werden. Die Beratung ist für jeden Hilfesuchenden kostenlos und absolut vertraulich. Bei Bedarf wird auch ein Dolmetscher hinzugezogen.
„Durch die Ombudsstelle können schwierige Streitfälle unkompliziert direkt und vor allem unabhängig vom Jugendamt durch fachlich kompetente Schlichter individuell bearbeitet werden“, sagt Constance Manzke, Fachsprecherin für Soziales und Jugend der CDU-Fraktion Hamburg-Mitte. Ihr sei es wichtig gewesen, eine neutrale Schnittstelle zwischen Bürgern und Jugendamt zu schaffen. „Wir hoffen, dass mit diesem Angebot eine größere Akzeptanz und Qualität der Maßnahmen des Jugendamtes für alle Beteiligten im Sinne des Jugendschutzes erreicht wird.“ (wb)

Das Büro der Ombudsstelle ist ab sofort im Klosterwall 8, (4. Stock), von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr (freitags bis 14 Uhr) erreichbar. Telefon: 42854-2863, E-Mail: ombudsstelle@hamburg-mitte.hamburg.de
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