„Wie in einem Katastrophengebiet!“

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Wasserwerfer trennen in der Riesserstraße in Hamm die Gegendemonstranten vom rechtsextremistischen Aufzug.

Gewalt und Gegengewalt in Hammer Straßen

Hamm. Eigentlich sollte unter dem Tenor „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung!“ ein Aufmarsch von Rechtsextremisten durch den Stadtteil Wandsbek führen. Von der Pappelallee über Hammer Straße, Brauhausstraße bis zum Eilbeker Weg – dann wieder zurück zur Pappelallee. Als Reaktion auf diesen rechtsextremistischen Aufzug bildete sich in Hamburg ein breites Bündnis unterschiedlicher Organisationen, um mit eigenen Versammlungen und Aufzügen dagegen zu protestieren. Aufgrund vieler Gegendemonstrationen kam es vermehrt zu Ausschreitungen und Sitzblockaden. Diese zwangen die Rechtsextremen dazu, eine neue Route zu nehmen: über Pappelallee, Hasselbrookstraße, Riesserstraße, Sievekingsallee, Hammer Steindamm bis zur Pappelallee sollte der Aufzug führen. Der Aufzug der Rechten setzte sich gegen 15.20 Uhr mit etwa 700 Teilnehmern in Bewegung. Diese Strecke musste jedoch aufgrund weiterer Blockaden über den Peterkampsweg und Marienthaler Straße verkürzt werden. Dort warfen Gegendemonstranten Steine und Flaschen auf die Polizisten, die wiederum massiv mit Wasserwerfern und Räumpanzern die Straße frei machte. In der Griesstraße wurden zahlreiche Mülleimer, Container und zwei Autos angezündet. Ein Bewohner: „Das ist hier wie in einem Katastrophengebiet!“ (mr)
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