„Wo ist unser Bürgersteig?“

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Anwohner des Julius Campe Weges sind empört über das Verschwinden ihres Bürgersteiges und fragen sich, wohin mit der Mülltonne beim Entleeren derselbe. Fotos:güb

Anwohner am Julius Campe Weg sind empört: Mit Umbau der Straße verschwand der Gehweg

Billstedt. Die Anwohner des Julius Campe Weges in Billstedt, besonders diejenigen, die auf der rechten Seite der Straße wohnen, sind auf Zinne. Der Bürgersteig vor ihren Grundstücken ist weg. Nach dem Umbau der Straße wurde der bisherigen Bürgersteig einfach entfernt und nach dem Umbau nicht wieder eingerichtet. „Das ist ein Skandal. Wenn meine beiden Enkelkinder (fünf und acht Jahre alt) durch die Eingangspforte unser Grundstück verlassen, stehen sie sofort auf der Straße. Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie das sein wird, wenn die Kinder im Eifer des Spielens plötzlich nach draußen laufen, weil ein Freund ruft. Sie treten spontan durchs Tor auf die Straße und ein Auto kommt.“ Rita Bessler ist ganz aufgeregt, als sie über diese Situation spricht.

Straße ist jetzt breite

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Gerd Gindl, ebenfalls Anwohner im Julius Campe Weg, hat die Sache mit dem verschwundenen Bürgersteig publik gemacht. Er hat sich ans WochenBlatt gewandt und gefragt, ob man der Sache auf den Grund gehen könnte. Von Sorina Weiland, der Pressesprecherin des Bezirksamtes Mitte, gab es folgende Auskunft zum Umbau des Julius Campe Weges. „Der Ausbau der Straße war dringend notwendig. Die Straße mit zwei Bürgersteigen ist zu schmal gewesen. Die Mindestbreite von 5,50 Meter ist jetzt gegeben, da auf den Bürgersteig auf der nördlichen Seite der Straße verzichtet wurde. Wir hatten auch noch überlegt, die Straße als eine Fläche ohne Bürgersteige auszubauen. Dagegen haben Polizei und Straßenverkehrsbehörde Einwände erhoben. Damit war diese Alternative vom Tisch.“
„Wir sind vorab nur darüber informiert worden, dass die Straße irgendwann saniert werden soll. Eines Tages im vergangenen Jahr gingen die Arbeiten plötzlich los. Kein Anwohner wurde darüber informiert, wie genau der Ausbau erfolgt. Der Wegfall des Bürgersteiges kam für uns total überraschend. Hätten wir davon vorher etwas erfahren, hätte wir alle Protest dagegen erhoben“, so der Tenor der Anwohner, die sich um Gert Gindl versammelt haben, um ihren Frust kund zu tun. Empört sind alle auch darüber, dass die Bauarbeiten schon seit September vergangenen Jahres andauern.

Kann das Bezirksamt den Ärger ignorieren?

„Es kann doch nicht angehen, dass für den Ausbau unserer Straße mehr als ein halbes Jahr benötigt wird. An manchen Tagen wird kaum gearbeitet“, berichten einstimmig die versammelten Anwohner. Einig sind sich alle darin, dass sie ihren Bürgersteig wieder haben wollen. „Einige von uns wohnen hier schon länger als 60 Jahre. Die beiden Bürgersteige und die schmale Straße waren nie ein Problem für den Fahrzeugverkehr. Unsere Mülltonne konnten wir auf den Bürgersteig zur Entleerung abstellen. Wo bleiben wir jetzt damit“, fragen ratlos die Anwohner der rechten Seite des Julius Campe Weges. Sie hoffen, dass sich das Bezirksamt etwas einfallen lässt, um den Anwohnerärger im Julius Campe Weg etwas zu mildern. (güb)
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Rita Bessler aus Billstedt | 24.05.2013 | 11:10  
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