Hamburgs Bühne frei für Lebensfreude

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Unterstützung und Motivation: Der Generationenaustausch auf und hinter der Bühne ist ein wichtiger Teil des Theaterprojektes für Menschen mit Demenz in Billstedt-Horn Foto: Marcus Krauss/wb

Am Sonnabend ist in Billstedt ein besonderes Theaterprojekt zu sehen

Von Mona Kampe
Hamburg. Kreativ sein gibt Kraft - frei nach diesem Motto startete im Frühjahr das erste Theaterprojekt für Menschen mit Demenz im Hamburger Osten. Junge Schauspielerinnen und ältere Heimbewohnerinnen kamen zusammen und probten für die Aufführung des selbst entwickelten Stücks „Die Einen kommen um zu vergessen. Die Anderen um sich zu erinnern.“ In einer Art Kneipengespräch werden am Sonnabend in der Jubilatekirche auf der Bühne persönliche Geschichten sowie Beiträge mit Musik und Tanzeinlagen präsentiert.
„Es geht bewusst nicht darum, Texte auswendig zu lernen oder in eine Rolle zu schlüpfen, sondern bei den älteren Teilnehmerinnen bereits vorhandenes Potenzial in Erinnerung zu rufen. Ein paar Gedichtverse, Tanzschritte - jede macht das, was sie kann und möchte“, so Susanne Fink-Knodel, Demenzbotschafterin im Mehrgenerationenhaus Billstedt. Die rund 50 Jahre jüngeren Darstellerinnen sind hierbei eine Unterstützung und Motivation zugleich, denn Ziel des einmaligen Projektes ist es, Lebensfreude zu wecken, die schönen Momente zu genießen und aufzuzeigen, die trotz Erkrankung vorhanden sind.
In Anlehnung an die Fotoserie und die Aktionstage „Konfetti im Kopf“ 2013 von Michael Hagedorn werden in anderen Hamburger Mehrgenerationenhäusern, u.a. in Altona, bereits erfolgreich offene Veranstaltungsangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bereitgestellt, die ihre Kreativität und Kraft durch künstlerische Aktivitäten wie das Malen fördern. Das ehrenamtliche Projekt „So ein Theater“ von Anna Hassel, Mitglied des Netzwerks „Leben mit Demenz im Hamburger Osten“, bestärkt diese Idee, die mit Hilfe der finanziellen Förderung durch die Kooperationspartner ZukunftsWerkstatt Generationen e.V., Paritätischer Wohlfahrtsverband Hamburg, Homann-Stiftung, „Kiezhelden“ und die GlücksSpirale umgesetzt werden kann.
Sonnabend, 20. September, 15 Uhr, Jubilatekirche
Merkenstraße 4
Eintritt frei
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