Integration - ein Lernprozess

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Initiator Bernd Ohde (FDP, l.) freut sich auf die Kooperation mit der Al-Nour Moschee in Hamm und St. Georg - Vorsitzender Daniel Abdin (r.) und Imam Samir El-Rajab Foto: mk
Hamburg-Mitte. Zum ersten Mal führten Gemeindevertreter und Bezirkspolitiker einen Diskurs, in dem Wünsche geäußert und Missstände aufgezeigt wurden. Der Grundstein zu einer Kommunikation und Kooperation ist damit gelegt. Rund 50 Gemeindevertreter und Bezirkspolitiker Politiker aus Hamburg-Mitte versammelten sich in der Pausenhalle der Heinrich-Wolgast-Schule in St. Georg zum ersten „Integrationspolitischen Dialog“. Mitglieder von SPD, FDP, CDU und Grünen hatten die Organisationen zu einem Austausch, in dem sie ihre Fragen zu der „Situation der vielfältigen Religionen, Weltanschauungen, Ethnien und Kulturen im Bezirk“ beantworteten, gebeten.
Trotz unterschiedlicher Konfessionen und Nationalitäten machten die Gemeindevertreter, unter anderem der Nordkirche, der Al-Nour Moschee, der Unitarier Hamburg sowie der Kirchenfreien, auf gleiche und ähnliche Missstände aufmerksam. Schlüsselthemen waren Probleme mit Genehmigungen und Kostenfragen zu Räumlichkeiten, angemessene Beerdigungen für Mitglieder aller Glaubensrichtungen sowie ein Mangel an direkten Ansprechpartnern im Bezirksamt. Angela Westfehling, FDP-Bezirksabgeordnete für Sozialpolitik in Mitte, äußerte das Bestreben, diese Missstände zukünftig beheben zu wollen: „Integration ist kein Wort für mich - es ist das, was ich täglich tue. Egal ob Christ, Muslim, Unitarier oder Kirchenfreier, wir müssen kommunizieren und uns gegenseitig respektieren.“ Alle Anwesenden betonten, die Veranstaltung sei ein wichtiger Schritt, um Hemmschwellen abzubauen und sich einander zu öffnen.
„Wir sind offene Häuser ohne Furcht im Bezirk. Sie sind bunt und vielfältig. Wir sollten das halten“, so der pensionierte Pastor Joachim Knaack, der den Dialog moderierte.
Die Dialogthemen sollen im Ausschuss für Sozialraumgestaltung am 13. Juni aufgegriffen und vertieft werden - sofern sie die Ebene der Bezirkspolitik betreffen. Initiator Bernd Ohde, FDP-Fraktionschef Mitte: „Jetzt beginnt der gemeinsame Lernprozess.“ (mk)
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