Mehr Hilfe für Familien

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Gemeinsam aktiv (v. l.).: Petra Hofrichter, Referentin für Gesundheitsförderung, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V., Susanne Hüttenhain, Netzwerkkoordination RISE, Eva Schneider, Koordinatorin für Gesundheitsförderung im Stadtteil, und Christiane Färber, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, vor der Elternschule in der Marckmannstraße 75. Foto: Röhe

Rothenburgsort ist Modellstandort für Gesundheitsförderung

Von Matthias Röhe

Rothenburgsort. Der Stadtteil mit seinen etwa 8700 Einwohnern spielt derzeit eine Vorreiterrolle: Er dient als Modellstandort für eine Präventionskette für Gesundheitsförderung.

„Bei unserer Auftaktveranstaltung ging es um Strategien zur Stärkung von Kindern in Rothenburgsort, um Übergänge von Anbietern mit verschiedenen Kursen und eine Stärkung von Kindern und Familien“, erklärt Eva Schneider, Koordinatorin für Gesundheitsförderung im Stadtteil der Elternschule Rothenburgsort. Sie hebt hervor, dass es sich bei dem Modell um eine Vernetzung aller Akteure handelt. Gefördert wird das Projekt von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, dem Bezirksamt Mitte und der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung und Prävention (HAG).
15 Institutionen, die mit Kindern und Familien zusammen arbeiten (unter anderem Kita, Elternschule, Allgemeiner Sozialer Dienst, Gesundheitsamt, Sportverein) sind bereits an dem Projekt beteiligt. „Alle Angebote sollen aufeinander aufbauen. In anderen Bundesländern wurden mit ähnlichem Konzept bereits Erfolge erzielt“, sagt Petra Hofrichter von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung.
Handlungsbedarf sieht die Referentin für Gesundheitsförderung in Rothenburgsort insbesondere bei der kinderärztlichen und gynäkologischen Versorgung: Im Stadtteil fehlen Praxen. Auch bei Ernährung, Sport- und Bewegungsangeboten sind Verbesserungen möglich. Mütter und Väter brauchen Unterstützungsangebote. Oft fehlt das Wissen über Hilfsmöglichkeiten wie beispielsweise Hebammenversorgung während der Schwangerschaft.
„Rothenburgsort ist für dieses Projekt ein idealer Standort. Mit seiner charakteristischen Insellage, seiner kulturellen Vielfalt und dem Kinderreichtum, sowie seiner Elternschule mit zahlreichen Kursen, die sich als Anziehungspunkt vieler Menschen entwickelt haben, ist das Projekt ein Gewinn für alle Bewohner“, ist sich Susanne Hüttenhain, Netzwerkkoordinatorin im Bezirksamt Hamburg-Mitte, sicher. Eine Chance kann das Projekt gerade auch für Familien in zum Teil prekären Lebenssituationen sein.
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