Singen macht glücklich

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Gemeinsam stark gegen eine schlimme Krankheit: Barbara Kirsche (l.) betreut mit engagierten Freiwilligen Demenzkranke und verhilft ihnen und ihren ngehörigen zu einer schönen Zeit. Foto: Mona Kampe

Betreute Gruppe für Demenzkranke gestartet

Billstedt. Ein Volkslied? Oder darf es auch ein bisschen Rock ‚n‘ Roll sein? Singen macht einfach glücklich. Frei nach diesem Motto verbringen demenzkranke Menschen aus dem Stadtteil zwei Vormittage im Monat in einer betreuten Gruppe der SeniorPartner Diakonie.
Das neue, niedrigschwellige Betreuungsangebot des Besuchs- und Begleitdienstes des Diakonie-Hilfswerks Hamburg am Standort Billstedt unterstützt in einer offenen Runde Demenzkranke und ihre Angehörigen.

Geselliger Austausch

Hier können Betroffene sich austauschen, unterhalten und an einem geselligen Miteinander teilhaben. Bei den zweiwöchentlichen Treffen wird zum Einstieg Kaffee getrunken, in der Tageszeitung geblättert und gemeinsam gesungen. Plattdeutsche Volkslieder sind vor allem bei Teilnehmern über 60 Jahren beliebt, jüngere bevorzugen auch schon einmal einen Song der Rolling Stones. Im Frühjahr sind Pflanzaktionen geplant. Die geschulten, ehrenamtlichen Betreuer orientieren sich bei den Aktivitäten verstärkt an den Bedürfnissen der einzelnen Gruppenmitglieder, um ihnen eine schöne Zeit zu bereiten. „Es ist uns wichtig, dass die Betreuten Spaß in der Gruppe haben und auch an ihr teilhaben“, berichtet Barbara Kirsche, Standortleiterin in Billstedt. In einer persönlichen häuslichen Beratung vorab klärt sie zudem Krankheitsbilder und Besonderheiten der Teilnehmer ab, um die Betreuung individuell gestalten und – zum Beispiel auf Diabetiker – richtig abstimmen zu können.

Entlastung für Angehörige

Die offene Gruppe soll neben der gezielten Unterhaltung der Demenzkranken auch zu einer Entlastung ihrer Angehörigen beitragen. Diese können während der Betreuungszeit wichtige Termine erledigen oder sich einfach einmal nur zurücklehnen und entspannen, um neue Energie für den Alltag mit der schwierigen Krankheit zu tanken.

Helfer gesucht

Die aktuell noch kleine Gruppe freut sich über Zuwachs. Interessenten können einen Termin vereinbaren, um das Programm, die Betreuer und die aktiven Teilnehmer kennen zu lernen. Eine Stunde in der offenen Runde kostet acht Euro, die von den Krankenkassen übernommen werden. Engagierte Freiwillige sind ebenfalls herzlich willkommen.
Diese werden geschult und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung. Das Angebot fördert den wichtigen Austausch und die Aktivität von Betroffenen sowie den richtigen Umgang mit der Demenzkrankheit bei Angehörigen im Stadtteil. Diese lässt sich leider nicht weg singen, dafür aber für ein paar Stunden in weite Ferne rücken. (mk)

Info: Das Gruppenangebot findet jeden zweiten Donnerstag von 10 bis 13 Uhr in der Merkenstraße 4 statt. Interessenten können sich unter Tel. 32 96 58 66 oder via E-Mail an billstedt@seniorpartner-diakonie.de bei Barbara Kirsche informieren und einen Termin vereinbaren.
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