Achtung! Trickdiebe in Hamburg unterwegs

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Wenn es an der Haustür geklingelt hat, ist Vorsicht geboten Foto: kg

Falsche Polizisten, falsche Handwerker: Fantasie kennt keine Grenzen

Billstedt Die Polizei in Billstedt warnt aktuell vor Trickdieben, die hier im Quartier und auch in ganz Hamburg unterwegs sind. „Vornehmlich ältere alleinlebende Menschen werden immer wieder von Betrügern heimgesucht“, erklärt Nicole Berg von der Wache die aktuelle Lage. Dabei seien die Täter sehr kreativ, wenn es darum geht, den Senioren Wertsachen zu entwenden. „Es gibt verschiedene Maschen, mit denen die Betrüger unterwegs sind“, bedauert Berg. Beim bereits bekannten „Enkeltrick“ ruft eine junge Person an und gibt vor, ein Enkel in Geldnot zu sein und bittet den Senioren, aufgrund der familiären Zusammengehörigkeit, um finanzielle Unterstützung. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, sich auf solche Anrufe einzulassen, denn ein wirklich hilfsbedürftiger Verwandter würde das persönliche Gespräch suchen.

Dienstausweis checken


Häufig wird auch mit falschen Ausweisen gearbeitet. Dann steht plötzlich ein Polizist vor der Tür und gibt vor, aufgrund vorliegender Straftaten in der Nachbarschaft die Sicherheitsvorkehrungen der Wohnung des älteren Menschen überprüfen zu wollen. Jeder Polizist in Zivil ist dazu verpflichtet, seinen Dienstausweis in Größe einer Kreditkarte vorzuzeigen. Ist er dazu nicht bereit oder die Echtheit des Ausweises nicht eindeutig erkennbar, muss auch die Polizei nicht ins Haus gelassen werden. Doch nicht nur der falsche Polizist ist zurzeit in den Stadtteilen im Einsatz, immer wieder kommen auch angebliche Angestellte von den Wasserwerken vorbei und geben vor, die Leitungen in den Wohnungen überprüfen zu müssen. Dazu verlangen sie, dass der Betroffene Wasser in der Küche oder im Bad laufen lässt. „Mit den Handwerkern ist dann meistens auch das Geld weg, weil sich eine zweite Person inzwischen Zutritt zu der Wohnung verschafft hat“, so Nicole Berg.Die Fantasie der Betrüger sei schier grenzenlos, wenn es darum geht, sich Zutritt zu Wohnungen und damit auch zu den Wertsachen zu verschaffen. Besonders anfällig als Opfer sind gerade Senioren, weil sie meist aus Höflichkeit nichts ablehnen mögen. Die Polizei rät: „Keine persönlichen Daten herauszugeben und bei Anrufen von vermeintlichen Banken oder anderen Unternehmen immer das persönliche Gespräch suchen. Eine ganz neue Masche ist der Zettel an den Hauseingängen, der die Mieter oder Hauseigentümer dazu auffordert, die Kellereingänge offenstehen zu lassen, damit der Zugang zu den Stromzählern gewährleistet sei. (kg)

Tipps gegen Trickdiebe


- Unbestellte Handwerker und Vertreter bleiben draußen!
- Türen per Schließkette verschlossen halten!
- Unterstützung durch Nachbarn oder Angehörige holen!
- Polizei über den Notruf 110 anrufen

Weitere Infos: www.polizei-beratung.de
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