Hamburg vor G20

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Gerade Polizeiareale wurden für die Zeit des Gipfeltreffens G20 gesichert

Hamburg vor G20

Von Marco Dittmer
Hamburg Der Alte Elbtunnel ist offenbar ein erstes prominentes Opfer des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli. Er wird laut Hamburger Hafenbehörde HPA von Donnerstag, 6. Juli, 6 Uhr bis Sonntag, 9. Juli, 20 Uhr wegen „anstehender Arbeiten komplett für den Verkehr gesperrt“. Die Initiative „Shutdown-Hamburg.org“ hatte im Internet angekündigt, im Hafen Protestaktionen gegen den Hamburger Hafen als „Halsschlagader des Kapitalismus“ starten zu wollen.

An den Gipfeltagen selbst müssen Hamburger und Touristen mit weiteren Einschränkungen auf Straßen und Schienen rechnen. Vor allem im Innenstadtbereich sollten Busfahrgäste mehr Zeit einplanen. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) reagiert mit einem Sonderfahrplan vom 6. Juli,
12 Uhr, bis zum 8. Juli,
20 Uhr, auf den Gipfel. So werden 29 Buslinien Richtung Innenstadt an U- und S-Bahnstationen am Ring 1 enden. Fahrgäste können dann auf Bahnen ausweichen. Die Metrobuslinie 6 wird beispielsweise aus Uhlenhorst kommend am Hauptbahnhof enden. Innerhalb des Ring 1 werden Shuttlebusse den Betrieb weitgehend aufrechterhalten.
Für Verwirrung sorgte eine Falschmeldung von Gipfelgegnern im Vorfeld. Auf täuschend echten Aushängen „informierten“ sie Fahrgäste, dass der Bahn- und Busverkehr am Gipfel und ab 2018 kostenlos sei. Die Hamburger Verkehrsbetriebe klärten die Aktion als Fake auf.
Neben Regierungschefs, Wirtschaftsdelegationen und Gipfelgegnern wird mit einer weiteren Gruppe gerechnet, die das internationale Treffen zum Ziel hat. Für sogenannte Planespotter ist der Gipfel der Höhepunkt des Jahres. Sie beobachten und fotografieren Flugzeuge. Selten gibt es die Chance mehr als einhundert Regierungsflugzeuge in so kurzer Zeit auf einem Flughafen zu beobachten. Branchenkenner gehen von bis zu 3.000 Flugzeugfans aus, die den G20-Gipfel als Anlass nehmen, die Hansestadt zu besuchen. Die Aussichtsplattform an der Holtkoppel soll während G20 nicht gesperrt werden. Es gibt somit für alle Spotter freie Sicht auf die zahlreichen Flugzeuge, die den Hamburg Airport anfliegen.
Weitere Informationen rund um die Sicherheitsmaßnahmen des G20-Gipfeltreffens gibt es auf www.polizei.hamburg oder per kostenfreiem Bürgertelefon unter Telefon: 08000/ 428650.
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