Messerstecher vor Gericht

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Am Ostermontag vergangenen Jahres verletzte Metin Y. sein Opfer mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich Foto: wb

Für den Prozess sind neun Tage angesetzt, Urteil nicht vor Ende März erwartet

Billstedt Das Osterfest vergangenen Jahres endete blutig in Billstedt. Vor der Sportgaststätte „Harput“ in der Billstedter Hauptstraße wurde am Ostermontag gegen 21.30 Uhr der 39-jährige C. durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt.

Not-OP rettet Opfer


Stark blutend und laut schreiend hatte das Opfer den Täter noch rund 100 Meter weit verfolgt, bevor es auf dem Gehweg zusammenbrach. Es folgte ein Großeinsatz für Polizei und Sanitäter. Das Opfer erlitt u.a. eine Verletzung des Magens und eine Durchtrennung der Lendenwirbelarterien, die zu einer Einblutung von mehr als zwei Litern Blut in die Bauchhöhle führte. Nur durch mehrere Notoperationen konnte der Mann gerettet werden.
Der Täter, Metin Y. (23), ein türkischer Staatsbürger, war nach der Tat geflüchtet. Trotz Großfahndung wurde er erst am 6. August von der Polizei festgenommen. Jetzt muss er sich für seine Tat vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Hintergrund der Tat soll ein Streit zwischen Metin Y. und seinem Opfer gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft: „Der Angeklagte sollte für seinen Onkel 10.000 Euro aus Drogengeschäften eintreiben.“

Urteil Ende März


Zum Prozessauftakt wurde zunächst nur die Anklage verlesen. Der Verteidiger von Metin Y. erklärte aber, der Angeklagte werde sich am kommenden Verhandlungstag, 4. Februar, zu den Vorwürfen einlassen. Zu seinem Onkel, der Auftraggeber der Tat sein soll, werde er aber nichts sagen. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird nicht vor Ende März erwartet. je
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