Mordversuch aus Eifersucht?

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Mordversuch an Ehefrau. War Eifersucht das Motiv Symbolfoto: thinkstock

Billstedter Ümit T. muss sich vor Hamburger Landgericht verantworten

Billstedt/Neustadt Es war offensichtlich schreckliche Eifersucht, die zu einem Mordversuch führte. Vor dem Hamburger Landgericht müssen sich dafür der Billstedter Ümit T. (29) und seine Frau Dzansever S . (25) verantworten. Die Tat soll sich am 5. Februar um 19.05 Uhr vor dem Deichdenkmal in dem Park an der Kirchdorfer Straße in Wilhelmsburg ereignet haben. Dort soll Ümit T. dem Opfer Hussein M. mit einer Gaspistole in das Gesicht geschossen und ihm dann mit einem Messer mindestens zweimal in den Hals gestochen haben. Kurz zuvor hatte Dzansever S. ihrem Mann gestanden, dass sie ein Verhältnis mit Hussein M. hatte. Sie soll ihren Ex-Geliebten zu dem Tatort gelockt haben. Die Staatsanwältin: „Es war ein Mordversuch, denn das Opfer erwartete dort keinen Angriff. Die Tat geschah heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen.“ Ümit T. behauptet dagegen, er habe vor dem Deichdenkmal in der Parkanlage auf Hussein M. gewartet, um sich mit ihm auszusprechen. Aber der Mann sei sofort aggressiv geworden, habe ihn am Hals gepackt und gewürgt. Um sich zu befreien, habe er die Pistole und das Küchenmesser einsetzen müssen. Hussein M. erlitt zwei Stichverletzungen im Hals. Er hatte großes Glück, dass er überlebte und keine lebensnotwendigen Gefäße verletzt wurden. Parkbesucher hatten die Polizei alarmiert. Der angeklagte Billstedter hat 14 Eintragungen im Vorstrafenregister, u. a. wegen Diebstahl, Raub und gefährlicher Körperverletzung. Dzansever S., mit der er nach mazedonischem Recht verheiratet ist, war zur Tatzeit ebenfalls in dem Park in Wilhelmsburg. Sie soll sich dort zu ihren Verabredungen mit Hussein M. getroffen haben. Die Frau will sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Urteil soll am 13. Oktober gesprochen werden. (je)
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