Sexueller Übergriff

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Die U2, sagt die Hochbahn, ist kein Schwerpunkt in Sachen Straftaten. Hier Fahrgäste beim Aussteigen in Billstedt Foto: fbt

Polizei sucht Täter

Billsted Um 20.30 Uhr ist es dunkel. Am Montag letzter Woche war, wie die Polizei berichtet, eine 17-jährige mit der U2 um diese Zeit nach Billstedt unterwegs, ein Mann saß ihr gegenüber. Die junge Frau wollte in Billstedt aussteigen, der Mann drückte sie auf den Sitz zurück, berührte sie und küsste das Mädchen. „Der Täter verließ ebenfalls die Bahn und flüchtete in unbekannte Richtung“, heißt es in der Presseinformation der Polizei. Dort wird der Vorfall ernst genommen – das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt.
Zunächst ist nur eine relativ unklare Personenbeschreibung bekannt. Demnach ist der Mann 18-21 Jahre alt, zwischen 158 und 172 cm groß, hat dunkle, kurze Haare, braune Augen und ist auffallend schlank. Seine große, spitze „Hakennase“ fällt auf, ihm wird ein „südländisches Erscheinungsbild“ attestiert. Weil die Ermittler davon ausgehen, dass weitere Fahrgäste den Vorfall beobachtet haben, bitten sie darum, dass sich Zeugen melden: 4286-56789.
Hochbahn-Sprecherin Christina Becker sagt nur, dass in den Fahrzeugen des Unternehmens Videokameras installiert sind, deren Aufzeichnungen auf Anforderung an Ermittlungsbehörden herausgegeben würden. Das Ereignis selbst beurteilt sie mit größter Zurückhaltung: „Solche Fälle kommen sehr selten vor, die U2 ist kein Schwerpunkt“. Ähnlich sieht das die Polizei. In öffentlichen Verkehrsmitteln komme so etwas vergleichsweise selten vor, sagt Polizeisprecher Jörg Schröder, es könne in jeder Linie passieren. Die Daten der Videokameras würden in solchen Fällen immer angefordert.
Und wie soll muss man sich als Fahrgast, der einen solchen Vorfall beobachtet, verhalten? Schröder antwortet, man solle sich nicht selbst in Gefahr begeben, sondern Hilfe organisieren: „Wir erwarten nicht, dass man dazwischen geht“. Notfalls könne man in einer Haltestelle aus- und in die nächste Tür wieder einsteigen und über den Notruf den Fahrer alarmieren. Und Schröder macht darauf aufmerksam, dass beim Betätigen der Notrufsäule auf den Bahnsteigen automatisch alle Kameras, die es dort gebe, aktiviert würden. Ermittlungsergebnisse im konkreten Fall lagen bis Redaktionsscshhluss noch nicht vor. (fbt)

Fahrgäste, die den Vorfall beobachtet haben, möchten sich bitte als Zeugen melden: 4286-56789
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