Zahl der Einbrüche in Hamburg sinkt

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Hamburg: Die Zahl der Einbrüche in der Hansestadt ist deutlich gesunken Symbolfoto: thinkstock

Die Maßnahmen der Polizei gegen Einbrecher zeigen Wirkung

Hamburg Zum Anfang des Jahres gleich eine gute Nachricht: Die Hamburger Polizei geht davon aus, dass die Zahl der Einbrüche um rund 20 Prozent zurückgeht. Zwar werden die konkreten Zahlen erst im Frühjahr mit der Kriminalstatistik bekannt gegeben, doch schon heute ist absehbar, dass die Polizei im Kampf gegen Einbrecher an Boden gewinnt. So wurden beispielsweise in Horn zwei Männer von der Polizei auf frischer Tat ertappt. Am Dunckersweg alarmierte ein Anwohner die Polizei, nachdem er aus der Nachbarwohnung ungewöhnliche Geräusche hörte. Die beiden 25 und 36 Jahre alte Männer waren offenbar Profis. Einer der aus Georgien stammenden Männer war zuvor schon in Österreich als Einbrecher aufgefallen. Auch in Eppendorf scheiterten Diebe in der vergangenen Woche an einer Wohnungstür. Laut Polizei entdeckte eine 35-jährige Bewohnerin aus der Erikastraße bei ihrer Rückkehr Hebelspuren an ihrer Wohnungstür. Kurz zuvor war ihr ein fremdes Pärchen im Treppenhaus aufgefallen. Trotz Sofortfahndung konnte die Polizei die mutmaßlichen Täter nicht finden.

Zwei Gründe für Rückgang

Der Rückgang der Zahlen hat vor allem zwei Gründe. Zum einen trägt die Arbeit der Soko Castle Früchte. In der Spitze jagen in der Sonderkommission rund 90 Beamte Einbrecher. Sie suchen an Tatorten nach Spuren und versuchen Muster zu erkennen. Im Visier hat die Soko die organisierten Einbrecher. Bei großangelegten Straßenkontrollen in Hamburg oder bei Kontrollen von unter anderem Fernbussen Richtung Osteuropa konnte die Polizei regelmäßig Erfolge erzielen. Die Aufklärungsquote ist mit 11,9 Prozent zwar noch immer sehr gering, doch wurden deutlich mehr Fälle aufgeklärt, als in den vergangenen Jahren. Da lag die Quote konstant bei 8,7 Prozent. Was zudem auffällt: Noch nie gaben Einbrecher so oft auf. In 2.934 erfassten Fällen brachen Einbrecher im vergangenen Jahr ihr Vorhaben ab. Das zeigt, dass sich Hamburger mehr schützen und in Sicherheit investieren. (mdt)
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