100 Jahre Schwimmsport

Anzeige
1925 konnten die Wasserballer der HT16 den Gewinn der Deutschen Meisterschaft feiern.Foto: HT16
 
In der Aula der Schule Hohe Landwehr feierte die Schwimmabteilung der HT16 ihr 100-jähriges Bestehen. Mit dabei (v. li.) waren unter anderem Geschäftsführer Andreas Wolff, Schwimmer Bastian Vollmer, Sven Dahlgaard (1. Vorsitzender HT16), die Aktiven Shanon Bott, Paul Wiechhusen und Marie Motylski sowie Dietmar Schott (Vorsitzender Hamburger Schwimmverband)Foto: Thomas Hoyer

Die HT 16 feiert Jubiläum: ein Rückblick

Von Thomas Hoyer
Hamm. Mit einem Empfang feierte die am 2. Dezember 1912 gegründete Schwimmabteilung der HT16 am vergangenen Sonntag in der Schulaula Hohe Landwehr ihr 100-jähriges Jubiläum.
Ein Blick in die Chronik besagt, dass die Mitglieder der neuen Sparte noch im selben Jahr ihre erste Erfolge bei der „Alsterlust-Staffel“ errangen, die in der damaligen Badeanstalt Schwanenwik stattfand. Die Wasserballer, die 1925 in Berlin Deutscher Meister wurden, machten die HT 16 und ihre Schwimmabteilung national bekannt.

In der Nachkriegszeit

Nach dem zweiten Weltkrieg, als das Vereinsleben langsam wieder in Schwung kam, waren gerade die Schwimmer besonders aktiv. „Ich erinnere mich noch gut an die jährlichen Wettbewerbe in Rostock, an die Sommerreisen nach Puan Klent auf Sylt und natürlich an unsere legendären Weihnachtsfeiern im Europäischen Hof“, so Uwe Isberg, heute 75 Jahre alt und langjähriger Abteilungsleiter. Das Wasserballspielen kam wieder hinzu, und Turmspringen wurde ins Programm aufgenommen. Mit Jürgen-Ulrich Meyer wuchs ein Talent heran, das 1953 Hamburger Jugendmeister wurde und ein Jahr später der schnellste Schwimmer der Hansestadt über 200 Meter Brust war. 1955 rangierte Peter Hünert auf Platz zwei der Deutschen Jugendbestenliste über 100 Meter Brust. In dieser Zeit wuchs die Sparte auf 400 Aktive an. Anfang der 1960er Jahre wurde Peter Schröder mehrfacher Hamburger Jugendmeister. 1964 fungierte die HT16 als Ausrichter der Norddeutschen Meisterschaften im Freibad Lattenkamp. Das darauf folgende Jahrzehnt brachte eine Reihe sportlicher Erfolge. In der 10-Besten-Liste des Verbands waren die Schwimmerinnen und Schwimmer der Vereins gleich 63 mal vertreten. Die Wasserballer schafften 1973 den Aufstieg in die höchste Hamburger Liga, und auch ihre weiblichen Kollegen sorgten für ein Highlight, als sie 1976 den Titel bei den neu ins Leben gerufenen Hamburger Meisterschaft der Damen holten. Erster Schwimmer der HT16, der die Schallmauer von einer Minute durchbrach, war Peter Rautmann, der 1977 über 100 Meter Freistil eine Zeit von 59,10 Sekunden erzielte.
„Die Schwimmbedingungen von früher lassen sich mit den heutigen Standards nicht vergleichen“, so Andreas Wolff, Schwimmabteilungsleiter und Geschäftsführer der HT16: „Die Chlorzufuhr in den Becken wurde damals auf Gutdünken vorgenommen, und im Aschbergbad mussten wir im kalten Wasser unsere Bahnen ziehen, während der Trainer uns mit Parka und Mütze vom Beckenrand antrieb“.

Viele helfende Hände

In den 1990-er Jahren sind die HT16-Schwimmer mit führend in Hamburg. Schon immer hatte die Abteilung ein großes Wir-Gefühl aufgebaut. So konnten einige Großereignisse ins Leben gerufen werden, die noch heute im Hamburger und norddeutschen Raum Bestand haben, etliche Kinderschwimmfeste und das Nikolausschwimmen mit bis zu 600 Teilnehmern. Das internationale Schwimmfest im Bad Olloweg wurde zur Kultveranstaltung mit vielen Vereinen der gesamten Republik, ist aber inzwischen vom Sprint-Cup abgelöst worden, den die HT16 unter der Organisation von Andreas Wolff mit Teilnehmern aus Deutschland und dem benachbarten Ausland seit 2007 im Dulsbergbad veranstaltet. Und auch sportlich lief es gut, was sich in einer Reihe von Medaillen bei Deutschen, Norddeutschen und Hamburger Meisterschaften widerspiegelt. Zu den Besten dieser Zeit gehörten Veith Sieber, Matthias Busch, Björn Jensen, Marcel Wenzel und Jenja Mamerow.
Heute zählt die Abteilung 350 Mitglieder, von denen immer wieder Nachwuchstalente den Sprung in den Landesförderkader schaffen. Jason Marcus wurde 2005 in Berlin fünffacher Deutscher Jahrgangsmeister. Für herausragende Leistungen sorgen derzeit Bastian Vollmer, Paul Wiechhusen, Johannes Koldehoff, Max Clausen und Marie Motylski, die sich bei Deutschen Meisterschaften in die Medaillenränge schwimmen konnten.
Bei der HT16 setzt man auf gezielte Nachwuchsarbeit mit dem Anfängerschwimmen sowie regelmäßig angebotenen Wassergewöhnungs- und Seepferdchenkursen. Aber auch Freizeitschwimmer aller Altersstufen sind in der Abteilung willkommen. Über alle Angebote informiert die Geschäftsstelle des Vereins unter tele: 251 74 90.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige