1:6-Klatsche für TSV Glinde

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Glindes Marcel De Almeida (Mitte) kann sich in dieser Szene gegen Gabor Karaschewski (l.) und Jerry Sampaney durchsetzen Foto: Thomas Hoyer
 
Glindes Trainer Frank Kehr ärgert sich über einen nicht gepfiffenen Handelfmeter Foto: Hoyer

Bezirksligist ohne Chance gegen SC Victoria. Dritte Niederlage in fünf Spielen

Von Thomas Hoyer
Glinde
Frank Kehr, Trainer der „Zweiten“ des TSV Glinde, war froh, als der Schiedsrichter die Partie endlich abpfiff. Gleich mit 1:6 war sein Team bei der Bezirksligatruppe des SC Victoria unter die Räder gekommen. Bereits die dritte Niederlage in den letzten fünf Spielen, nachdem man so blendend in die neue Saison gestartet war, inzwischen aber auf Platz fünf zurückgefallen ist.
Das Desaster bahnte sich bereits in der ersten Viertelstunde an, als Kwame Owusu für die Platzherren gegen die indisponierte Glinder Abwehr zweimal traf (10./15.), wobei das erste Tor wohl aus klarer Abseitsposition erzielt wurde. Danach wachte das Team zwar vorübergehend auf, doch nur einmal war man dem Anschlusstreffer ganz nahe. Zunächst traf Christopher Jakob nach Flanke von Alexander Rarrek über den gegnerischen Keeper per Kopf nur den Pfosten, direkt danach scheiterte Alexander Dora aus kurzer Distanz an Victorias Torwart, der per Fußabwehr klären konnte (17.). In der 27. Minute hatte Owusu das 3:0 auf dem Fuß, doch gelang es Glindes Abwehr, mit Müh und Not zu klären. Die nächsten beiden Chancen besaß der TSV. Ein Schuss von Rarrek nach Hereingabe von Jakob, der sich schön auf Rechtsaußen durchgesetzt hatte, wurde in letzter Sekunde abgeblockt. (27.), während ein Kopfball von Fabian Frank nach Rarrek-Ecke das Tor verfehlte (37.). Die letzten Minuten vor der Pause gehörten dann wieder Victoria.
Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Glindes Keeper Mirko Brandt bei einem Kopfball an das Lattenkreuz Glück. Das vorentscheidende 3:0 fiel in der 52. Minute durch den völlig freistehenden Moritz Peckmann per 8m-Schuss ins lange Ecke. Auch das vierte Gegentor durch Gabor Karaschewski nach einer sehenswerten Kombination ließ nicht lange auf sich warten (60.). Oskar Berger konnte mit einem schönen Heber über den entgegen stürzenden Torwart in der 67. Minute auf 1:4 verkürzen. 90 Sekunden später vergab Shawn Scheele eine gute Chance zum zweiten Tor für die nach vorne letztlich viel zu harmlosen Glinder. Victoria machte es besser und traf noch zweimal gegen den in der Schlussphase nur noch mit zehn Akteuren spielenden TSV (76./ 85). Trainer Kehr hatte bereits dreimal ausgewechselt, als Philipp Fischer mit Rückenproblemen passen musste. „Die Abwehr war am Anfang unser Prunkstück. Jetzt fangen wir Tore, das glaubt man einfach nicht“, ärgerte sich der Coach. „Es passt hinten und vorne nicht.“

Mehr Einsatz gefordert


Vergessen ist inzwischen der Superstart des TSV Glinde II, eigentlich die erste Mannschaft, die vergangene Saison als Dritter die Aufstiegsspiele knapp verpasst hatte, in dieser Serie aber von den Verantwortlichen als „Zweite“ gemeldet wurde, um sieben Spieler des Jahrgangs 1997 einsetzen zu dürfen. Vier Spiele, vier Siege lautete die tolle Auftaktbilanz. Doch seitdem ist mächtig Sand im Getriebe, auch wenn es noch einen mühevollen 3:2-Erfolg über DuWo 08 gab - der vom Oberligisten tus Dassendorf zurückgekehrte Trainersohn Tobias Kehr erzielte alle drei Treffer - und man in Glashütte dank einer guten zweiten Halbzeit nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erreichte. Gegen Eintracht Lokstedt (1:4), den SC Urania (1:3) und jetzt gegen Victoria wurde verloren. „Bei uns ist im Moment der Wurm drin“, so Frank Kehr. „Meine Jungs investieren für den Erfolg nicht genug. So verlieren wir unser Pokalspiel am Freitag gegen Wedel zweistellig.“
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