Aufstiegsstiegsjubel in Billstedt

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Erschöpft aber glücklich: Die Kicker des SpVgg. Billstedt-Horn haben ihr großes Ziel erreicht Foto: Thomas Hoyer
 
Can Seker (l.) mit ganzem Körpereinsatz gegen Hamwardes Hauke Dähn Foto: Hoyer

Kicker des SpVgg. Billstedt-Horn spielen nächste Saison in der Bezirksliga

Von Thomas Hoyer
Billstedt
Großer Jubel bei den Kickern der Sportvereinigung Billstedt-Horn: Mit einem 2:1-Erfolg im letzten Saisonspiel über den SV Hamwarde schaffte das Team von der Möllner Landstraße pünktlich zu seinem 125-jährigen Jubiläum als Tabellenzweiter der Staffel 3 den ersehnten Sprung von der Kreis- in der Bezirksliga, der man zuletzt in der Saison 2007 /2008 angehört hatte. Die Billstedter starteten äußerst schwungvoll in die alles entscheidende Partie. Bereits in der 2. Minute kam Benjamin Vermehren nach Fehler des gegnerischen Keepers aus sieben Metern frei zum Schuss, doch traf er das Leder nicht richtig. Kurz darauf war es erneut Vermehren, der alleine auf das Tor zulief, aber am diesmal glänzend reagierenden Hamwarder Torwart scheiterte. Doch im dritten Versuch klappte es endlich. Nach einem langen Ball von Jannik Bordiehn in die Spitzte umkurvte Billstedts Goalgetter den gegnerischen Keeper und schob zum 1:0 ein (10.). Danach gaben die Gastgeber die Partie erstaunlicherweise mehr und mehr aus der Hand. Der Gast kam auf, hatte aber außer zwei Distanzschüssen, die das Tor verfehlten, nicht viel zu bieten.

Starke Abwehr


In der 35. Minute waren die Billstedter dann dem 2:0 ganz nahe, genauer gesagt Marcel Umbrasko, der hart bedrängt nach flacher Hereingabe von Bordiehn den Ball aus fünf Metern über das Tor schoss. Ähnlich wie im ersten Durchgang begann auch die zweite Halbzeit. Diesmal dauerte es allerdings nur 90 Sekunden, bis Vermehren nach einem weiteren Befreiungsschlag des für den verletzten Umbrasko eingewechselten Daniel Wagner alleine das Tor ansteuerte und zum 2:0 traf. Sein 23. Saisontreffer und erneut ließen sich die Platzherren danach in die Defensive drängen, was prompt bestraft wurde: Nach Flanke von Benjamin Richard auf den langen Pfosten versenkte Hans-Christian Ohle das Leder volley zum Anschlusstreffer (51.). Davon beflügelt bestimmte der Gast das Spielgeschehen. Doch stand die SVB-Abwehr mit ganz wenigen Ausnahmen sicher und ließ keine Hochkaräter des Gegners zu. Der Tabellenzweite kam seinerseits nur noch selten vor das Hamwarder Tor, konnte aber letztlich seinen knappen Vorsprung über die Zeit retten. Vor Beginn der Saison hatten sich die Mannschaft und ihr Trainer Marc Gruber, Nachfolger des ausgeschiedenen Patric Hoffmann, mit dem Aufstieg ein klares Ziel gesetzt, nachdem man in der letzten Serie Vierter geworden war, zudem überraschend den Einzug ins Halbfinale des Oddset-Pokal geschafft hatte. Der neue Coach konnte auf eine eingespielte Mannschaft bauen, in der es mit den beiden Defensivspielern Jeff Drawert und Daniel Wagner nur zwei externe Zugänge gab, die sich als echte Verstärkungen erwiesen. „Ich musste nur an einigen kleinen Stellschrauben drehen", so Gruber, der den Verein trotz des großen Erfolges auf eigenen Wunsch verlässt. Seine Truppe erwischte mit drei Siegen den erhofften guten Start, wobei man am 3. Spieltag den späteren Meister SC Schwarzenbek mit 4:1 abfertigte. In der Folge wechselten dann zwar vorübergehend Licht und Schatten – die 2:6-Niederlage beim FC Lauenburg bildete den negativen Höhepunkt – doch war gerade diese Pleite der Weckruf im rechten Moment, denn danach konnte das Team um Kapitän Simon Lübbecke sieben „Dreier" einfahren. Die Billstedter stießen bis auf den zweiten Platz vor und ließen sich von dort bis zum Saisonende nicht mehr verdrängen, obwohl man dem Lokalrivalen MSV Hamburg II nach verlorenem Hinspiel (1:2) auch in der Rückrunde auf eigenem Platz mit 0:2 unterlag. „Die Mannschaft hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt", so Gruber. „Das gilt für alle Spieler. Grundlage für unseren Erfolg war ein toller Teamgeist und eine erstklassige Trainingsbeteiligung. Jeder einzelne hat zum Aufstieg beigetragen." Nach derzeitigem Stand der Dinge bleibt die Mannschaft mit Ausnahme von Marcel Umbrasko zusammen, der seine Laufbahn beendet. Einen Nachfolger für Trainer Gruber haben die Verantwortlichen bisher noch nicht gefunden.
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