Billstedt-Horn auf Torejagd

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Billstedts Marco Pflug (l.) kommt vor seinem Gegenspieler an den Ball

Hektische Schlussphase mit drei Platzverweisen bei 6:0-Heimsieg über Wilhelmsburg

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Mit einem 6:0-Heimsieg über Rot-Weiß Wilhelmsburg, der noch höher hätte ausfallen können, unterstrichen die Kreisligakicker der SV Billstedt-Horn ihre Anwartschaft auf den zweiten Tabellenplatz in der Staffel 4.
Die Gastgeber begannen schwungvoll. Schüsse von Felix Ohlrich und Marco Pflug verfehlten noch das Tor, aber schon in der 4.Minute durfte die Truppe von Trainer Patric Hoffmann erstmals jubeln. Nach Zuspiel von Jan-Hendrik Schröder konnte sich Mikel Ehmke gegen den herausgelaufenen Torwart am Elfmeterpunkt durchsetzten und zum 1:0 einnetzen. In der Folge dominierten die Gastgeber klar das Geschehen, auch wenn der Elan der Anfangsphase fehlte. So dauerte es bis zur 23. Minute, ehe das 2:0 fiel. Nach schönem Steilpass von Engin Güzel spitzelte Gregor Karwacki das Leder aus zwölf Metern flach ins Eck. Nach einer halben Stunde hatte Alexander Koch Pech, als er in einen Freistoß von Marco Pflug aus dem Halbfeld hineinlief, aber aus 15 Metern nur die Latte traf. Die Gäste kamen nur selten vor das Billstedter Gehäuse. Keeper Wolfram Fuchs wurde lediglich einmal bei einem Freistoß ernsthaft geprüft.
Gleich nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Hochkaräter für die Gastgeber, eine Doppelchance, die Ehmke jedoch ziemlich kläglich vergab. Besser machte es der zur Pause für den gelb-rot gefährdeten Karwacki eingewechselte Simon Lübbecke, der nach Querpass von Pflug, der später durch Ömürcan Akkoc ersetzt wurde, aus spitzem Winkel unter gütiger Mithilfe des gegnerischen Torwarts zum 3:0 traf (56.). Nur 120 Sekunden später wurde ein Schuss von Tom Babinowsky auf der Linie gerettet. Anschließend scheiterte Lübbecke am Rot-Weiß-Torwart. Es folgte die einzige Chance der Gäste, ein Kopfball nach einem Freistoß, der aber das Billstedter Gehäuse verfehlte (66.). Ein glückliches Händchen bewies Trainer Hoffmann bei seinem dritten Wechsel. Bunyamin Balcik, der für Alexander Koch kam (78.), erzielte nach Doppelpass mit Babinowsky beziehungsweise Ehmke gegen seit der 70. Minute gelb-rot geschwächten Wilhelmsburger die Treffer vier und fünf (80./ 81.). Doch schon kurz darauf war der erfolgreiche Auftritt von Balcik wieder beendet. In der 85. Minute sahen er und sein Gegenspieler nach unfairer Auseinandersetzung die rote Karte. Verbunden mit einem Tumult und einer mehrminütigen Spielunterbrechung. Doch als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, ging die Partie ordnungsgemäß über die Bühne, auch wenn noch ein weiterer Kicker der Gäste vom Platz gestellt wurde. (87.). Für den Schlusspunkt sorgte Ehmke, der einen halbhohen Pass von Akkoc mit der Brust mitnahm und volley zum 6:0 abschloss (88.). „Trotz unseres klaren Siegs war es insgesamt doch eine eher durchwachsene Leistung“, lautete das Fazit von Trainer Patric Hoffmann. „Wir sind sehr fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Neun Treffer hätten es mindestens sein müssen.“
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