Der MSV gewann, jedoch ohne zu überzeugen

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Niklas Thomsen (r.) flankt das Leder vors Reinbeker Tor. Foto: Thomas Hoyer

MSV-Manager Strohmeyer: „Mit einer solchen Leistung wie gegen Reinbek werden wir in Ohe untergehen“

MÜMMELMANNSBERG. Mit einem 6:1-Sieg über den TSV Reinbek wahrte der MSV Hamburg seine Chance auf die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Landesliga. Das Team von Trainer Kenny Lorenzen liefert sich weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem punktgleichen Barsbütteler SV, der im Spitzenspiel Voran Ohe mit 4:3 bezwang, wobei das Torverhältnis für den Konkurrenten spricht. Was die Mümmelmannsberger trotz des klaren Erfolges im Heimspiel gegen den TSV Reinbek boten, den man in der Hinrunde bereits 8:0 abgefertigt hatte, war vor allem in der ersten Halbzeit ziemlich jämmerlich. In der Anfangsphase landete kaum ein Pass beim eigenen Mann, das Team ließ jegliche Konzentration vermissen.
Das gilt auch für Christoph Brandau, der nach gut 20 Minuten auf der rechten Abwehrseite nicht im Bilde war und sich den Führungstreffer der Gäste mit ankreiden lassen muss, den der Ex-MSVer Sven Theis freistehend erzielte. In der Folge bestimmten die Platzherren das Geschehen, doch agierte man komplett harmlos. Der zu diesem Zeitpunkt nicht verdiente Ausgleich fiel durch einen umstrittenen Elfmeter nach Foul an Alexander Wolf kurz vor der Torauslinie. Die Schiedsrichterin zeigte erst nach Rücksprache mit ihrer Assistentin auf den Punkt. Patrick Hiob verwandelte sicher (35.). Nach dem Seitenwechsel kam der MSV besser ins Spiel, sicher auch deshalb, weil der Gegner nachließ und nicht an die gute erste halbe Stunde anknüpfen konnte. Innerhalb von nur neun Minuten stellte der MSV kurz nach Wiederanpfiff die Weichen für einen glatten Sieg.
Dem 2:1 in der 50. Minute ging ein Flachschuss von Hiob voraus, der zwei Meter am rechten Posten vorbei gestrichen wäre, hätte der mitgelaufene Timo Aschenbrenner nicht dem Leder mit der Fußspitze die richtige Richtung gegeben. Nur 180 Sekunden später erhöhte Matthias Juckel von halbrechts aus 20 Metern nach schwerem Fehler des Reinbeker Keepers, der sein Gehäuse verlassen hatte, auf 3:1.
Kurz darauf gelang Oliver Lubinski das vierte Tor (59.). Die Treffer Nummer fünf und sechs gehen auf das Konto des dreifachen Torschützen Juckel (76./82.). Aschenbrenner, der nur die Latte traf, Juckel und Wolf vergaben teilweise völlig freistehend weitere Chancen. „In der ersten Halbzeit waren wir grottenschlecht“, so Trainer Kenny Lorenzen. „Nach der Pause war die Leistung akzeptabel, auch wenn wir unser Potential nie wirklich abrufen konnten.“
Einen ganz heißen Tanz erwartet den MSV an diesem Freitag beim Tabellendritten Voran Ohe, der seinerseits nur noch bei einem Sieg eine Chance auf einen der beiden ersten Plätze hat.
„Mit einer solchen Leistung wie gegen Reinbek werden wir in Ohe untergehen“, so MSV-Ligamanager Torsten Strohmeyer. Das Hinspiel gewannen die Mümmelmannsberger übrigens glatt mit 3:0.
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