Derby: Zukunft gesichert

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600 Rennpferde erzielten in 60 Rennen einen erfreulich hohen Totoumsatz.Foto: H.-E. Jaeger

Superrennbahn auf der Zielgeraden?

Von Hans-Eckart Jaeger
Horn. Der Termin des 144. Deutschen Derbys auf der Rennbahn in Horn steht fest: Am 7. Juli 2013 galoppieren die besten dreijährigen Vollblüter erneut um das Blaue Band und ein Preisgeld von etwa 750 000 Euro. Das kündigte Eugen-Andreas Wahler am Ende der Derbywoche an.
Dem Präsidenten des Hamburger Renn-Clubs (HRC) fiel ein Stein vom Herzen, als ihm Schatzmeister Hans-Ludolff Matthiessen unmittelbar nach dem letzten Rennen die finanzielle Bilanz der sechs Renntage übermittelte. „Wir können durchaus zufrieden sein“, versicherte Wahler.
Das Derbymeeting wurde nicht, wie von Experten vorher befürchtet, zu einem wirtschaftlichen Reinfall. Der Totoumsatz kam mit 2,84 Millionen Euro sogar fast an die Vorjahreszahlen (2,93 Mio.) heran. Zwar sind die Zeiten vorbei, als Umsätze von umgerechnet 5,3 Millionen Euro erzielt wurden (1990), vorbei sind aber auch die Zeiten, als der ehemalige HRC-Präsident Franz-Günther von Gaertner 250 000 Euro aus der Privatschatulle zahlte, um das Schlimmste zu verhindern (2004).
Erfreulich war auch der Zuschauerzuspruch: Die Hamburger Polizei zählte insgesamt 40.000 Pferdesportfreunde beim Derbymeeting. Damit bewahrheiteten sich die Befürchtungen des HRC-Vorstandes nicht, dass es wegen der ungewohnten Renntermine zu erheblichen Einbußen kommen könnte. Selbst die Fußball-Europameisterschaft war kein ernsthafter Gegner für die Zocker. Zu dieser Einschätzung kam auch HRC-Vizepräsident Albert Darboven. Eine genaue Analyse wird der Rennclub-Vorstand mit Wahler und Darboven an der Spitze bis Ende Juli durchführen.
Ein wichtiges Gesprächsthema wird dann auch die geplante Doppelrennbahn für Traber und Galopper sein. Ein Projekt, das schon vor vielen Jahren von Ex-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi ins Gespräch gebracht worden war, das aber weiterhin auf eine Realisierung wartet.
Der SPD-Senat wird, so heißt es im Rathaus, voraussichtlich nach der Sommerpause „grünes Licht“ für die neue Superrennbahn in Horn geben. Das 22 Hektar große, stadteigene Gelände der Trabrennbahn an der Luruper Chaussee in Bahrenfeld soll abgerissen werden und Platz für 1000 neue Wohnungen schaffen. Mit dem Ertrag aus dem Grundstücksverkauf soll der Umbau der Horner Rennbahn (etwa 35 Millionen Euro) finanziert werden. Frühestens in vier Jahren sind dann Traber und Galopper in Horn gemeinsam am Start – auf jeden Fall noch vor dem 150. Deutschen Derby.
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