Gegentor Sekunden vor Schluss

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Edmund Berkoh (l.) kämpft mit Bramfelds Marcel Perz um das Leder Foto: Hoyer
 
MSV-Trainer Guido Stendel Foto: Hoyer

MSV führt dreimal beim Favoriten aus Bramfeld. Trainer lobt Mannschaftsleistung nach Remis

Von Thomas Hoyer
Billstedt
Nur zwei Minuten fehlten den Kickern des Landesligisten MSV Hamburg zur großen Überraschung: Bis zur 90. Minute führte das Team von Trainer Guido Stendel nach sehr guter Leistung beim Tabellendritten, Bramfelder SV, mit 3:2 Toren. Dann aber brachte ein unglückliches Eigentor noch den ärgerlichen Ausgleich.

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eldspieler im Tor


Die Mümmelmannsberger gingen mit einem schweren Handicap in die Partie: Da Florian Walther (krank) und Leon Giese (Urlaub), die beiden etatmäßigen Keeper, nicht zur Verfügung standen, musste mit Brian Rieken Morel ein Feldspieler das Tor des MSV hüten, der seine Sache trotz einiger Unsicherheiten sehr gut machte. In einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit besaßen die Gäste durch Serkan Sarkaya nach Zuspiel von Matthias Juckel die erste große Chance, doch konnte Bramfelds Torhüter seinen Schuss per Fuß parieren (13.). Fast im Gegenzug kamen auch die Platzherren zu ihrer ersten Möglichkeit. In der 28. Minute durfte sich dann MSV-Keeper Brian Rieken Morel erstmals auszeichnen. 120 Sekunden später landete der Ball, nach geklärter Ecke des BSV, bei Serkan Sarkaya, der sich anschließend im Mittelfeld durchsetzte und Oliver Lubinski steil bediente. Dieser umkurvte Bramfelds Torwart und schoss zum 1:0 ein (30.) Doch schon 90 Sekunden später gelang den Platzherren, gegen die nach einem Freistoß ungeordnete MSV-Abwehr, der Ausgleich. Die Mümmelmannsberger ließen sich davon nicht beeindrucken. In der 38. Minute wurde dem Team 30 Meter vor dem Tor ein Freistoß zugesprochen. Zur Überraschung der BSV-Abwehr, die offenbar mit einem Direktschuss oder einer Flanke gerechnet hatte, spielte Emre Gök das Leder auf Lubinski, dessen flache Hereingabe von der Grundlinie auf dem kurzen Pfosten bei Marc Wiench landete, der schneller als sein Gegenspieler schaltete und den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Doch auch diesmal schlug der Favorit postwendend zurück. BSV-Kapitän Carsten Henning verwandelte einen von Jonas Holz nach einer Flanke verschuldeten Handelfmeter zum erneuten Ausgleich (39.).

Gute Vorstellung


Nach dem Seitenwechsel versuchten die Bramfelder Druck zu entwickeln, doch die Abwehr des MSV stand recht gut. In der 54. Minute konnte sich Not-Keeper Brian Rieken Morel zum zweiten Mal auszeichnen, als er mit einem tollen Reflex einen Schuss aus sieben Metern an die Latte lenkte. Aufregung in der 65. Minute als Bramfelds Patrick Prinz im Strafraum zu Fall kam. Jedoch blieb der geforderte Elfmeterpfiff des Schiedsrichters zurecht aus, da Marc Wiench zuvor den Ball gespielt hatte. 20 Minuten vor Schluss schnappte sich dann der eingewechselte Slawa Obert die Kugel. Sein Pass landete bei Serkan Sarkaya, der im Fallen aus elf Metern zum umjubelten 3:2 traf. Wenig später hatte nicht nur Matthias Juckel das 4:2 auf dem Fuß, sondern auch der ebenfalls eingewechselte Prince Berchie. Als die Mümmelmannsberger schon sehnlich auf den Schlusspfiff warteten, klärte Edmund Berkoh eine Flanke zur Mitte anstatt nach vorne. Der Ball landete beim Bramfelder Florian Simon, dessen Kopfball das Schienbein von Florian Blohm traf und von dort ins lange Eck zum 3:3 trudelte. In der Nachspielzeit besaß der MSV noch eine gute Chance. doch Lubinskis Schuss aus spitzem Winkel strich am langen Eck vorbei.
„Ich bin mit unserer heutigen Leistung sehr zufrieden, und kann mit dem einen Punkt beim Favoriten gut leben. Meine Spieler waren aufgrund des späten Ausgleichs natürlich enttäuscht“, sagte Trainer Guido Stendel. „Wenn wir in den nächsten Spielen an diese Leistung anknüpfen können, sollte der Klassenerhalt zu schaffen sein.“
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