Glanzloser 2:1-Erfolg

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Lohbrügges Nino Rüdian (Mitte) versucht sich im Kopfballduell mit Benjamin Vermehren (l.) und Jan-Henning Schröder zu behaupten Foto: Thomas Hoyer
 
Billstedts Trainer Mark Gruber ärgert sich über den Platzverweis Foto: Hoyer

SV Billstedt-Horn bleibt nach Auswärtssieg Spitzenteams in der Kreisliga auf den Fersen

Von Thomas Hoyer
Billstedt
In einem mäßigen, teilweise auch etwas zerfahrenen Kreisligaspiel besiegten die Kicker der Sportvereinigung Billstedt-Horn auswärts die „Zweite“ des VfL Lohbrügge mit 2:1 und wahrten damit den Anschluss an die Spitzengruppe der Staffel 3.
Die erste Chance der Partie besaßen die Gastgeber, doch war Keeper Luca Latendorf auf dem Posten. Die Billstedter machten es besser. Nur 120 Sekunden später umkurvte Khaibar Ibrahimi im Strafraum zwei Spieler und schoss unhaltbar aus acht Metern zum 1:0 ein (5.). In der Folge entwickelte sich eine von den Spielanteilen her ziemlich ausgeglichene Partie, die durch zu häufige Pfiffe des Schiedsrichters wenig echten Spielfluss entwickelte. Die große Chance zum Ausgleich bot sich den Lohbrüggern in der 21. Minute, als Jan Streicher nach einer Aktion von Billstedts Daniel Wagner im Strafraum zu Fall kam. Ein umstrittener Elfer, den André Frolov völlig unkonzentriert weit neben das Tor schoss. Nur zwei Minuten später standen die Gastgeber erneut vor dem Ausgleich, doch befand sich der Torschütze nach einem von Keeper Latendorf abgewehrten Kopfball im Abseits. Auch die Billstedter hatten bis zur Pause noch ihre Möglichkeiten. Benjamin Vermehrens Schuss bereitete Lohbrügges Torwart allerdings keine Schwierigkeiten, während Armin Pasalic den Ball aus 18 Metern über das Tor jagte (26./33.). Die beste Chance aber vergab Ibrahimi, als er sich im Zweikampf durchsetzen konnte, in den Strafraum eindrang, jedoch aus elf Metern am Schlussmann scheiterte (38.).

Nicht zwingend genug


Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten den Platzherren, doch wirklich zwingend waren ihre Aktionen nicht. Gefährlich war es lediglich in der 61. Minute, doch konnte Jan Henning Schröder den Schuss abblocken. Das vorentscheidende 2:0 erzielte Mikel Ehmke nach einer Flanke von Ömurcan Akkoc (71.). Die Gäste setzten danach noch einmal alles auf eine Karte. Keeper Latendorf parierte einen Flachschuss, ein Kopfball nach einer Ecke verfehlte das Tor (77./84.). In der Schlussphase wurde es richtig hektisch. Zunächst sah auf Billstedter Seite der bereits verwarnte Ehmke nach einer Grätsche Gelb-Rot, dann sorgte ein Foul am durchbrechenden Vermehren für Aufregung. Der Täter, Nino Rüdian, sah dafür ebenfalls Gelb-Rot, und auch Ibrahimi, der sich zu sehr ereiferte, und sein Gegenspieler mussten das Feld vorzeitig räumen (89.). Kurz vor Ende der achtminütigen Nachspielzeit konnten die Gastgeber auf 1:2 verkürzen. Jannik Seiberlich zirkelte einen 25-Meter Freistoß wunderschön ins obere Eck. „Unser Sieg war verdient, obwohl wir uns etwas schwer getan haben“, so Trainer Mark Gruber. Mit dem bisher Erreichten ist man an der Möllner Landstraße zufrieden, auch wenn nach Auftaktsiegen gegen den ASV Bergedorf 85 (2:0) den Oststeinbeker SV (5:1) und den SC Schwarzenbek (4:1) gegen Escheburg trotz vieler Chancen nur ein 1:1 heraussprang und gegen die zu dieser Zeit noch punktlose „Zweite“ des MSV Hamburg nach schwacher Vorstellung 1:2 verloren wurde.

Auf gutem Weg


Sehr gute Moral zeigten die Billlstedter in der vorletzten Partie, als man gegen einen starken Düneberger SV nach 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden erkämpfte. „Wir sind auf einem guten Weg. Dass es noch Rückschläge geben würde, kommt nicht überraschend“, so Mark Gruber, der vor Beginn der Serie das Kommando der „Ersten“ übernahm. „Trainer und Mannschaft mussten sich erstmal einmal finden.“
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