Hamburg: FC Elazig Spor jetzt schon Zweiter

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Wandsetals Baris Sahin (r.) kommt nicht an den Ball. Tarik Sbou kann klären Fotos: Hoyer
 
Ein glücklicher Trainer sieht anders aus. Hüseyin Aydin kurz nach dem 0:1 Foto: Hoyer

Wichtiger 2:1-Sieg gegen TSV Wandsetal trotz zwischenzeitlichem 0:1-Rückstand

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Mit einem am Ende verdienten 2:1-Erfolg über den bis dahin ungeschlagenen TSV Wandsetal verbesserte sich der FC Elazig Spor hinter dem SV Börnsen auf den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga Ost.
In der Anfangsphase des Spiels waren die Gäste die präsentere Mannschaft, wobei die erste Chance allerdings aus einem kapitalen Schnitzer von Ramazan Güler resultierte, der sich bei einem langen Abschlag des Wandsetaler Keepers verschätze. Zum Glück für den Kapitän strich der folgende Fernschuss des plötzlich völlig freistehenden André Götze am langen Pfosten vorbei (15.). Kurz darauf verfehlte der Ball bei einer weiteren Möglichkeit der Gäste nur knapp das Tor. Doch das 0:1 ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Schuss an den Innenpfosten von Ogulcan Kurtul legte sich Elazig Spors Keeper Shahin Ahmadi die zurückspringende Kugel in die eigenen Maschen (19.). Danach wachten die Gastgeber endlich auf, besaßen mehr Spielanteile. Dennis Pätz und Tarik Sbou ließen eine Doppelchance aus (26.). Auch ein Kopfball von Nazif Abazi und Schüsse von Bekir Hüyük und Pätz fanden nicht das Ziel (31./33./34.). Im Gegensatz zu den Wandsetalern, die teilweise zu passiv agierten, legten sich die Platzherren nach der Pause weiter mächtig ins Zeug. Der verdiente Ausgleich entsprang allerdings einem Fehler des gegnerischen Torwarts, der einen flach getretenen Freistoß von Yunus Sbou nicht festhalten konnte. Der eingewechselte Volkan Al brauchte nur noch abzustauben (58.).
Das Siegtor geht auf das Konto von Lukasz Gesla, der nach Freistoß von Yunus Sbou mit dem Kopf zur Stelle war (78.). Vier Minuten vor dem Abpfiff hatte Yunus Sbou zudem mit einem Freistoß an die Latte Pech.
Nach der letzten Saison, die man als Aufsteiger mit Platz sechs abschloss, hatte es im Kader des FC Elazig Spor eine Reihe von Veränderungen gegeben, wobei mit den Brüdern Ibrahim und Mesut Sonay (zu Teutonia 05) der Abgang von zwei Leistungsträgern in der Defensive verschmerzt werden mussten. Prominentester Zugang ist der türkische Ex-Profi Volkan Al, der der Innenverteidigung mehr Stabilität verleiht aber auch auf der Sechser-Position eingesetzt werden kann. Ebenfalls gut eingeschlagen haben bisher Stürmer Massiullah Abdullah (von Fatihspor), der schon eine Reihe wichtiger Tore erzielte, und der landesligaerfahrene Faraz Farbin (vom SV Tonndorf-Lohe) im defensiven Mittelfeld. „Wir bewegen uns immer noch in der Findungsphase, die Integration der neuen Spieler ist noch nicht ganz abgeschlossen“, so Hüseyin Aydin, der das Team nach einer Trainerentlassung wenige Spieltage vor Schluss der vergangenen Saison nach einer Pause wieder übernommen hatte.
„Wir haben gute Einzelspieler, doch als Mannschaft funktionieren wir noch nicht richtig.“ Vor diesem Hintergrund ist der Coach mit dem bisherigen Abschneiden hochzufrieden. Gegen Rahlstedt (1:1), Geesthacht (2:1) und Eisenbahn (2:1) bot seine Truppe eine gute Vorstellung. Auch beim Tabellenführer SV Börnsen präsentierte sich das Team von der Wendenstraße zunächst recht stark, führte bis zur 60. Minute trotz Unterzahl nach Platzverweis von Ramazan Güler (30.) sogar mit 2:1. „Doch haben wir uns einfach zu blöd angestellt und noch 2:5 verloren“, bedauert Hüseyin Aydin. „Der Platzverweis in dieser Partie war leider bislang nicht der einzige. An der Disziplin müssen wir noch arbeiten, ansonsten dürften wir keine Chance haben, weiter in der Spitzengruppe mitzumischen. Das ist eigentlich unser Saisonziel.“
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