HSV/Hamm 02 unterliegt Rellinger TV

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Rümeysa Solak erzielte gegen den Rellinger TV neun Treffer Foto: Thomas Hoyer
 
Die weibliche D-Jugend der Spielgemeinschaft HSV-Hamm (hinten v.l.): Trainerin Svenja Rothenstein, Alara Özcan, Sezen Özcan, Betreuer Lukas Berthold; (vorne v.l.): Anna-Lisa Moor, Rümeysa Solak, Natascha Pitarevic, Lotta Gelhausen und Julia Böhmann. Es fehlt Jannica Hämäläinen Foto: Hoyer

Niederlage mit 17:20 Schlechte – Trainingsbedingungen Schuld an Niederlage?

Von Thomas Hoyer
Hamm
Auch wenn die D-Mädchen der Spielgemeinschaft HSV/Hamm 02 mit zwei Niederlagen in die Hamburg-Liga starteten, ist Trainerin Svenja Rothenstein mit den Leistungen ihrer jungen Schützlinge zufrieden. Am vergangenen Sonntag zog ihre Mannschaft mit 17:20 gegen den Rellinger TV den Kürzeren, bot aber eine gute Vorstellung, auch in Anbetracht dessen, dass die Trainingsbedingungen derzeit alles andere als optimal sind. Gegen Rellingen ging das Team bereits mit einem Handicap auf das Feld. Aus dem ganz dünn besetzten Kader fehlte die erkrankte Jannica Hämäläinen, so dass es keine Auswechselspielerinnen gab. Zwar konnte man ein 0:1 schnell ausgleichen, doch danach lief die Mannschaft stets einem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit stand es 9:12. Im zweiten Spielabschnitt kam man vorübergehend auf ein Tor heran, musste sich aber am Ende 17:20 geschlagen geben. „In der Deckungsarbeit waren wir leider manchmal zu spät dran, haben auch zwei Zeitstrafen kassiert“, so Trainer Svenja Rothenstein. „Unter dem Strich aber hat sich meine Truppe gut verkauft.“ Die Tore erzielten Rümeysa Solak (9), Julia Böhmann (6) und Anna-Lisa Moor (2). Der harte Kern der Mannschaft spielt schon seit den Minis zusammen. „Früher mussten wir immer in Unterzahl antreten“, berichtet Svenja Rothenstein. Die Älteren in der Mannschaft, fünf Spielerinnen des Jahrgangs 2004, nehmen dabei sogar jedes Wochenende die Doppelbelastung von zwei Partien in Kauf, damit auch die noch schwächer besetzten C-Mädchen (Jg. 02/03) ein vollständiges Teams stellen können. „Das ist wirklich toll“, lobt Svenja Rothenstein das besondere Engagement ihrer Schützlinge, die sich in der Herbstrunde als Tabellenzweiter für die Hamburg-Liga, die höchste Staffel der Hansestadt, qualifiziert hatten.
Insgesamt hat die Spielgemeinschaft HSV/Hamm 02 dem Hamburger Handball-Verband elf Nachwuchsteams mit rund 120 Mädchen und Jungen gemeldet. Hinzu kommen drei Mini-Mannschaften. Ziemlich prekär ist schon seit längerem die Trainingssituation. Das gilt auch für den Erwachsenenbereich, wo man mit acht Teams vertreten ist. Die Halle Luisenweg ist wegen eines Wasserschadens bereits seit Oktober geschlossen, während die Halle Wendenstraße dem Vereinssport überhaupt nicht mehr zur Verfügung steht. Ein Lichtblick ist die Halle Sorbenstraße, die nach einjähriger Modernisierung in Kürze endlich wieder öffnen soll. „Wir müssen derzeit mit rund 30 Kindern in der kleinen Turnhalle Osterbrook trainieren und Matten als Tore benutzen“, bedauert Werner Vis, Vorsitzender des SC Hamm 02. „Ein Teil fährt sogar extra nach Barsbüttel, um zu üben.“ Ähnlich katastrophal ist die Situation bei den Damen. Die erste und die dritte Mannschaft bekommen eine Hälfte der Sporthalle am Steinhauerdamm, die ansonsten während dieser Zeit dem SC Eilbek zur Verfügung steht, während die „Vierte“ bei entsprechendem Wetter derzeit nur draußen auf den Ernst-Fischer-Plätzen an den Wendenstraße trainieren kann. „Von Seiten des Bezirksamts gibt man sich wirklich alle Mühe, uns zu helfen“, so Werner Vis. „Viel ändern konnten die Verantwortlichen an der Hallensituation leider nicht. Jetzt hoffen wir, dass zumindest bald wieder in der Sorbenstraße trainiert werden kann.“
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