HUFC siegt in Mümmelmannsberg

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Hamms Clemens Göbel (r.) versucht sich gegen Guido Stendel durchzusetzen Foto: Thomas Hoyer

MSV nach der Pause völlig von der Rolle

Von Thomas Hoyer
Mümmelmannsberg. Zwei grundverschiedene Halbzeit erlebten die Zuschauer der Landesligapartie MSV Hamburg gegen Hamm United FC am vergangenen Wochenende auf dem Kunstrasen der Sportanlage Kandinskyallee. Nach guten ersten 45 Minuten und verdienter 2:1-Führung verloren die Gastgeber in Durchgang zwei komplett den Faden und mussten sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben.

Elfmeter nach Foul

Die Mümmelmannsberger fanden schnell in die Partie. In der 8. Minute verwandelte Guido Stendel einen Elfmeter nach Foul von Torben Krauel an John Wehner zur 1:0-Führung.
Doch die Freude darüber währte nicht lange. Nach Fehler von Niklas Thomsen im Spielaufbau kam das Leder zu Hamms Naim Osmani, der sich von Finn Hanke lösen konnte und aus zehn Metern zum 1:0 ins lange Eck traf (12.). In der Folge besaß der MSV Feldvorteile, brachte dabei allerdings nur einige ungefährliche Schüsse zustande. Die letzte Viertelstunde vor der Pause gehörte dann aber ganz klar den Platzherren. „Zu dieser Zeit haben wir uns sehr gut bewegt, den Ball laufen lassen und sind aggressiv zu Werke gegangen“, so MSV-Trainer Kenny Lorenzen. In der 37. Minute ließ John Wehner eine Riesenmöglichkeit zur erneuten Führung aus. Besser machte es Serkan Sakarya, der kurz darauf nach Querpass von Ahmad Abdul aus 15 Metern zum 2:1 traf.
MSV wie ausgewechselt
Nach dem Seitenwechsel waren die Mümmelmannsberger nicht mehr wieder zu erkennen. Die Gäste, bei denen der erst am Montag zuvor in einer Nacht- und Nebel-Aktion von Bergedorf 85 verpflichtete, zur Pause für Malte Ohrenberg eingewechselte Alessandro Schirosi für mehr Schwung auf der linken Seite sorgte, bestimmten fortan das Spielgeschehen und erzielten durch einen von Marek Smarga verwandelten Elfmeter den Ausgleich (53.). Nach einer Ecke hatte Naim Osmani das Leder an die Hand von Finn Hanke geköpft. Eine Viertelstunde später stellte Osmani die Weichen für den HUFC auf Sieg, als er aus der Drehung ins lange Eck zum 3:2 traf. Für den endgültigen K.o. der Platzherren sorgte Serdar Yilmaz, der sich auf engstem Raum gegen drei MSV-er durchsetzte, und aus sechs Metern vollstreckte (71.). „Ein Spiel dauert eben 90 Minuten. Nach der Pause hat meine Mannschaft gezeigt, dass sie im Kommen ist. Der Sieg war am Ende auf jeden Fall verdient, nachdem wir vor der Pause zu wenig Laufbereitschaft gezeigt hatten“, lautete das Fazit von Hamms Coach Uli Schulz. Ziemlich enttäuscht war MSV-Trainer Kenny Lorenzen. „Nach der guten ersten Halbzeit fand meine Mannschaft in den zweiten 45 Minuten nicht mehr statt. Wir sind oft nur hinterher gelaufen und haben nicht richtig gegen den Ball gearbeitet. Ich habe keine Erklärung dafür. Schon in den Spielen gegen Süderelbe und Schwarzenbek hat das Team zwei Gesichter gezeigt.“
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