„Jaime ist der Verein“

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Seit 30 Jahren für seinen Verein am Ball: Jaime Navarro arbeitet unter anderem als Jugendtrainer Foto: T. Hoyer

30 Jahre dabei! Trainer vom FTSV Lorbeer ist Hamburgs ‚Ehrenamtler 2014‘

Von Thomas Hoyer
Rothenburgsort
Der vom Hamburger-Fußball-Verband gewählte „Ehrenamtler des Jahres 2014“ kommt von der Freien Turn- und Sportvereinigung Lorbeer-Rothenburgsort. In der vergangenen Woche wurde Jaime Navarro in der Sportschule Jenfeld von Volker Okun, dem Ehrenamtsbeauftragten des HFV, als einer von acht Kandidaten, die bereits „Ehrenamtler des Monats“ geworden waren, mit der hohen Auszeichnung bedacht. Dazu gab es eine Urkunde, eine Uhr vom DFB sowie Einkaufsgutscheine für Sportartikel, die zum großen Teil der Nachwuchsarbeit des Traditionsvereins zugute kommen. „Das war wirklich eine große Überraschung für mich“, freute sich Jaime Navarro. „Die Ehrung macht mich unheimlich stolz und ist eine schöne Anerkennung für meine Arbeit in den vergangenen 20 Jahren.“

Kicker-Laufbahn


Als Sohn spanischer Gastarbeiter in der Hansestadt geboren, wuchs Jaime Navarro in Hamm auf. Seine Fußballerkarriere begann im Oktober 1984. Wenige Monate nach seinem drei Jahre älteren Bruder Javier, der ihn mit seiner Begeisterung angesteckt hatte, trat der damals zwölfjährige Schüler der FTSV Lorbeer-Rothenburgsort bei, jagte dort von der D- bis zur B-Jugend dem runden Leder nach. Da der Verein anschließend kein A-Juniorenteam mehr melden konnte, wechselte er zum Moorfleeter SV (seit 1994 nach Fusionen SC Vier- und Marschlande) und spielte dort auch noch zwei Serien in der „U21“. 1992 kehrte der inzwischen zum Speditionskaufmann ausgebildete Kicker zu Lorbeer zurück, wo er zur „Ersten“ gehörte. Da sich die Mannschaft zwei Jahre später auflöste, ging Navarro ein zweites Mal „fremd“, schloss sich für eineinhalb Jahre dem TuS Allermöhe (heute SV Nettelnburg Allermöhe) an, ehe er im Sommer 1995 erneut zur FTSV Lorbeer zurückkehrte, deren hauptsächlich aus Portugiesen bestehende erste Mannschaft gerade in die Kreisliga aufgestiegen war. „Wir hatten damals viele gute Fußballer, wobei ich mir auch zugetraut hätte, noch eine Klasse höher zu spielen“, sagt Navarro. „Die erstklassige Kameradschaft war mir jedoch wichtiger.“
Im Jahr 1997 zog sich der Abwehrspieler gegen den SV Sarajewo einen Kreuzbandriss zu. 2001 erwischte es ihn in einer Partie gegen den Oststeinbeker SV ein zweites Mal, diesmal am anderen Knie. Jaime Navarro beschloss, seine Ligakarriere zu beenden. 2004 begann er wieder zu spielen, erst bei den Alten Herren, dann bei den Senioren, für die der 42-Jährige noch immer kickt.

Vom Aktiven zum Trainer


Im Herbst feierte Jaime seine 30-jährige Mitgliedschaft bei Lorbeer, dem ehemaligen Arbeitersportverein. Als 16-Jähriger legte er seine Schiedsrichterprüfung ab und war bis 1995 parallel zu seiner Spielerkarriere auch während seiner Zugehörigkeit zum Moorfleeter SV und dem SV Allermöhe als Unparteiischer unter dem Vereinsslogan „einmal Lorbeer, immer Lorbeer“ für den Club von der Marckmannstraße aktiv. Ab 2001 begann sich der Fan von Real Madrid als Fußball- und Ligaobmann ehrenamtlich für seinen Verein einzusetzen, fungierte darüber hinaus acht Jahre als Co-Trainer der Kreisligatruppe, wobei das (mit 1:10 verlorene) Pokalspiel gegen FC St. Pauli das absolute Highlight war. In der Saison 2011/12 übernahm er den Cheftrainerposten, ein Engagement, das allerdings nicht von Erfolg gekrönt war und mit dem Abstieg in die Kreisklasse endete. „Eine ganz bittere Saison“, so Jaime Navarro. „Dabei hatten wir sehr gute Fußballer wie Mehmet Bozkurt, Torsten Kreft, Tankut Ander oder Frank Christianus in unseren Reihen.“ Seit 2013 trainiert der Familienvater zwei Jugendmannschaften. Im Herbst errangen die E-Junioren unter seiner Regie die Staffelmeisterschaft. „Mein größter Wunsch: Dass unsere Herren endlich in die Bezirksliga aufsteigen. Darauf warte ich nun schon über 20 Jahre“, so der Ehrenamtler 2014, von dem Lorbeers Schiedsrichterobmann Winfried Prinz sagt: „Jaime ist der Verein. Was er für uns leistet, ist nicht mit Geld aufzuwiegen „
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