Lehrer aus Horn erfolgreich beim „Ironman“

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Superstark präsentierte sich Till Teuber mit seiner neuen Rennmaschine auf der 180 Kilometer langen Radstrecke Foto: Teuber
 
Till Teuber ist Sport- und Biologielehrer an der Horner Wichern-Schule Foto: Hoyer

Ausdauersportler Till Teuber absolvierte in Barcelona seinen 28. Wettkampf und qualifiziert sich für Hawaii

Von Thomas Hoyer
Horn
In absoluter Topform präsentierte sich Till Teuber, Sport- und Biologielehrer an der Horner Wichern-Schule, beim diesjährigen „Ironman“ in Barcelona. Mit einem Vorsprung von fast zehn Minuten gewann der Triathlonspezialist seine Altersklasse (M50) und belegte damit in der Gesamtwertung aller 2.500 Teilnehmer einen bemerkenswerten 103. Platz. Seit Mitte August hatte sich Till Teuber intensiv auf seinen 28. Ironman vorbereitet. Unter anderem mit einem zehntägigen Trainingslager in England, wo das Hauptaugenmerk auf dem Radfahren lag. „Dort habe ich an bis zu 30-prozentigen Steigungen viel Kraft getankt“, erzählt der 49-Jährige, der 1988 erstmals in Ratzeburg an einem Triathlon teilnahm. „Wieder in Hamburg folgte dann Radfahren mit anschließendem Laufen. Das Schwimmtraining konnte ich als guter Techniker getrost etwas vernachlässigen.“ Trotz der umfangreichen Vorbereitung schien ein Start in Barcelona kurzzeitig gefährdet. Schon vor Ort, fühlte sich der Ausdauerspezialist plötzlich nicht wohl, ließ sich im Krankenhaus vorsichtshalber noch einmal durchchecken. Zum Glück waren alle Werte in Ordnung. Die große Herausforderung konnte beginnen, und sie wurde am Ende für Teuber zu einem großen persönlichen Trumpf. Für die 3,8 Kilometer lange Schwimmdistanz in der Bucht von Calella an der Costa Brava, „eine entspannte und lockere Angelegenheit“, benötigte der Lehrer 1:02:03 Stunden, lag damit vorerst aber noch auf Platz 21 von knapp 300 Teilnehmern seiner Altersklasse. Auf der folgenden 180 Kilometer Radstrecke entlang der Küste Richtung Barcelona machte sich dann das spezielle Training und die Neuanschaffung eines über 4.000 Euro teuren Triathlonrads bezahlt. Mit einer Zeit von 4:54:15 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 Stundenkilometern entspricht, unterbot Teuber die Fünf-Stunden-Marke deutlich. „Als ich am Wechselpunkt ankam, habe ich mich gewundert, dass dort erst verhältnismäßig wenig Fahrräder standen“, so der 49-Jährige. In der letzten Disziplin, dem Marathon, konnte sich die Pädagoge, der sich mittlerweile bereits auf Platz acht der „AK50“ vorgeschoben hatte, dann noch einmal steigern. Trotz glühender Hitze und leichten Muskelproblemen zu Anfang des Rennens kam Till Teuber in einer Zeit von 3:26:06 Stunden ins Ziel. Besondere Unterstützung erhielt der Pädagoge durch seine Kollegin Sina Korf und 20 Schüler und Schülerinnen, die im Rahmen einer einwöchige Klassenfahrt einen Verpflegungsstand an der Laufstrecke betreuten. „Die Anfeuerung hat mir wirklich gut getan“, so der sympathische Triathlet. Kaum glauben konnte Horns konditionsstärkster Lehrer, als ihm seine Schüler, die sich bereits im Internet über die genauen Ergebnisse informierten hatten, eine SMS schickten und ihm zum ersten Platz in seiner Altersklasse gratulierten. „Damit hatte ich wirklich nie gerechnet“, erzählt Teuber, der ursprünglich in Anbetracht der Temperaturen auf eine Zeit von etwa zehn Stunden spekuliert hatte, letztlich aber nach 9:27 Stunden ins Ziel kam und damit seine bisherige Bestmarke aus dem Jahr 1997 – obwohl also 19 Jahre älter – um zwei Minuten unterbot. „Und das Allerschönste ist, dass ich mich mit diesem Ergebnis nach mehreren vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren endlich zum fünften Mal für die im Oktober 2017 auf Hawaii stattfindende Ironman-WM qualifiziert habe“, so Teuber überglücklich.
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