Mitten im Abstiegskampf

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Oliver Lubinski schirmt das Leder gegen Adlers Denis Witte ab Foto: th
 
Trainer Christian Busse war von einigen seiner Spieler schwer enttäuscht Foto: th

Trainer des Bezirksligisten MSV Hamburg spricht nach 0:3 von „Arbeitsverweigerung“

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Nach der ordentlichen Leistung am Vorwochenende beim 4:3-Sieg über die SpVgg. Billstedt-Horn zogen die Bezirksligakicker des MSV Hamburg am vergangenen Sonntag nach einer vor allem in der ersten Halbzeit enttäuschenden Leistung beim SV Uhlenhorst-Adler mit 0:3 den Kürzeren, nachdem man das Hinspiel noch 4:2 gewonnen hatte. Obwohl die Partie in der ersten Halbzeit von den Spielanteilen her relativ ausgeglichen verlief, waren die Barmbeker die weitaus gefährlichere Mannschaft, während dem Angriff des MSV kaum nennenswerte Aktionen gelangen. Bereits nach vier Minuten hatte der Gegner das 1:0 auf dem Fuß, doch konnte Keeper Leon Giese den Schuss von Siaka Cisse parieren. Auch in der 13. Minute war Giese bei zwei Chancen des Gegners auf dem Posten. Beim 0:1, das nur 30 Sekunden später durch Tim-Niklas Becker fiel, war der Mümmelmannsberger Schlussmann allerdings machtlos. Die erste Möglichkeit des MSV datiert aus der 19. Minute, als Tobias Zimmer nach einem Freistoß von Oliver Lubinski in den Strafraum nur einen harmlosen Schuss zustande brachte, wobei der Ball allerdings auch schwer zu nehmen war. Nach einer halben Stunde verfehlte Brian Rieken Morel das UH-Gehäuse mit einem sehr schönen 20-Meter-Schuss nur knapp. Die besseren Chancen lagen weiter auf Seiten der Platzherren. Nach Vorlage von Kaan Bilgin umkurvte Cisse Keeper Giese, doch konnte Tobias Lohdamm seinen Schuss in letzter Sekunde von der Linie schlagen (42.). Kurz vor der Pause war es Artrak Melkonyan, der nach Giese-Abwehr den Ball am kurzen Pfosten vorbeischoss. Nach dem Seitenwechsel wurden die Mümmelmannsberger endlich gefährlicher. Der erste Schuss des eingewechselten Simon Lübbert wurde allerdings eine sichere Beute von Barmbeks Torwart Robert Block. Kurz darauf verfehlte Marvin Wanagat nach Abwehr von Block das Gehäuse. Die Platzherren machten es besser, nutzten einen Doppelfehler von Lohdamm und Torwart Giese, der den Ball nicht festhalten konnte, durch Ayke Yesiltag zum 2:0 (56.). Der MSV gab sich jedoch nicht geschlagen. Zunächst konnte ein Barmbeker einen Schuss von Brian Rieken Morel auf der Linie klären, dann verfehlten Tobias Zimmer per Kopf nach Ecke von Marc Wiench und Wanagat das Ziel (61.). In der 81. Minute lag noch zweimal der Anschlusstreffer in der Luft: Hasan Cengiz konnte eine Riesenchance nicht nutzen, und auch Zimmers Schuss wurde abgeblockt.

Rabenschwarzer Tag für Abwehr

Die beiden letzten Höhepunkte der Partie waren eine rote Karte für MSV-Abwehrspieler Manuel Hennings, der für den verletzten Tobias Lohdamm eingewechselt worden war, wegen klarer Notbremse (85.) und das 3:0 durch Barmbeks Melkonnyan, nachdem Schlussmann Giese zuvor einen Schuss aus kurzer Distanz gerade noch mit einer Hand an die Latte hatte lenken können (88.). Trainer Christian Busse ging mit seiner Mannschaft nach der Partie hart ins Gericht. „Unsere Abwehr hat heute einen rabenschwarzen Tag erwischt“, so der Coach. „Die Einstellung einiger Spieler hat nicht gestimmt, grenzte sogar teilweise an Arbeitsverweigerung. Einige Leistungsträger sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben und haben zu wenig Verantwortung übernommen. Das Zweikampfverhalten und die Körpersprache stimmten nicht. Bei dem einen oder anderen scheint es wohl immer noch nicht angekommen zu sein, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken.“
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