MSV Hamburg verspielt Sieg

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Niklas Thomsen (l.) und Guido Stendel (r.) versuchen vergeblich den Schuss von Türkiyes Sascha de la Cuesta abzublocken Foto: Thomas Hoyer

Nach 2:0-Führung kassiert Aufsteiger MSV vier Tore

Von Thomas Hoyer
Mümmelmannsberg. Zur Pause sah es nach einer echten Überraschung aus. Landesliga-Aufsteiger MSV Hamburg führte beim FC Türkiye glücklich mit 2:0, doch nach dem Seitenwechsel konnte der Tabellenzweite das Blatt wenden und gewann am Ende verdient mit 4:2.
In den ersten 30 Minuten dominierte der FC Türkiye gegen die defensiv eingestellten, mit zwei Viererketten agierenden Mümmelmannsberger fast nach Belieben. Es dauerte 20 Minuten, ehe die Gäste erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchten. Türkiyes-Torwart Cüneyt Erbil konnte vor dem steil geschickten Niklas Thomsen klären auch den Nachschuss von Ahmad Hafiz parieren. Ahmad Hafiz hatte großes Pech mit einem direkten Freistoß, der von der Unterkante der Latte zurückprallte (27.). Mehr Erfolg hatte Oliver Lubinski. Er setzte sich auf der rechten Seite durch und traf aus zwölf Metern ins lange Eck zur Führung des MSV (40.). Nur vier Minuten später verwandelte Guido Stendel einen Elfmeter zum 2:0. Zuvor war Matthias Juckel von Alex Fernandes im Strafraum gefoult worden. Insgesamt eine sehr schmeichelhafte Pausenführung für die Mümmelmannsberger, deren Co-Trainer Dieter Kraszkiewicz seine Truppe in der Kabine davor warnte, nun leichtsinnig zu werden. Doch schon in der 51. Minute gelang dem Gegner der Anschlusstreffer. Nach vergebener Chance von Matthias Juckel kurz nach Wiederanpfiff, war es Türkiyes Erdinc Örün, der nach herrlichem Diagonalpass, Torhüter Walther kurz hinter der Strafraumgrenze zum 2:1 überlupfte. Bereits vier Minuten später hieß es 2:2. Nach Ecke von Emre Özkan war Bilyal Mustafov mit dem Kopf zur Stelle. Wie beim ersten Treffer machte MSV-Keeper Walther keine gute Figur. Einen Freistoß verwandelte Sascha de la Cuesta zum 3:2. Als Schlussmann Walther, der bei einer Hereingabe herauslief und „Torwart“ rief, obwohl Finn Hanke den Ball annehmen wollte, dann aber ausrutschte, und dem Gegner den vierten Treffer ermöglichte (80.), war die Partie entschieden. „Nach der Pause haben wir einfach nicht clever genug gespielt“, so das Fazit von Co-Trainer Dieter Kraszkiewicz.
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