MSV im Abstiegskampf

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Eine Szene aus dem letzten Testspiel gegen Inter Hamburg, das der MSV Hamburg am Ende knapp mit 5:4 gewann. Prince Antonia (l.), hier im Zweikampf mit seinem Gegenspieler, traf nach der Pause dreimal Foto: T. Hoyer
 
Robin Meyer ist der einzige der vor Saisonbeginn neu in den Kader gerückten Spieler, der bisher alle Erwartungen erfüllte Foto: T. Hoyer

Neuer Kader überzeugt nicht. Spiele gegen Altenwerder und Kosova werden richtungsweisend

Von Thomas Hoyer
Mümmelmannsberg
Alles andere als zufrieden sind die Verantwortlichen des MSV Hamburg mit dem bisherigen Abschneiden ihrer Landesligatruppe. Nur vier Punkte vor dem Drittletzten VfL Lohbrügge hat das Team als Tabellen-zwölfter das rettende Ufer noch lange nicht erreicht.

Unnötige Punktverluste


Zwar starteten die Mümmelmannsberger mit einer passablen Vorstellung beim SC Schwarzenbek gut in die Saison, doch was in den kommenden Monaten folgte, war abgesehen von einem kleinen Zwischenhoch unter dem Strich einfach zu wenig, um sich ins gesicherte Mittelfeld abzusetzen. Nur gelegentlich ließ die Mannschaft ihr Können aufblitzen wie gegen Barsbüttel (2:1), Vorwärts-Wacker (2:2) und Altengamme (1:1). Besonders ärgerlich waren einige komplett unnötige Punktverluste aufgrund mangelnder Kraft und Konzentration in der Schlussphase, sei es gegen den VfL Lohbrügge (1:2) und Altengamme (1:1) oder in den Rückspielen gegen Croatia (2:3) und Schwarzenbek (2:2). Einer der Gründe für die bisher unbefriedigenden Leistungen sind die vor Saisonbeginn neu geholten Spieler, die laut Ligamanager Torsten Strohmeyer nicht so gut wie erhofft einschlugen. Nur Youngster Robin Meyer, der von den A-Junioren des WTSV Concordia kam, konnte in der Defensive als „Sechser“ positiv überraschen. Das Sorgenkind war bislang die oft zu instabile Abwehr, die bereits 45 Gegentore schlucken musste, die viertmeisten in der Klasse. Besser präsentierte sich bisher die Offensive, die mit Matthias Juckel (8) und Serkan Sakaya (7) ihre besten Torschützen besitzt.

Neuer Trainer noch glücklos


Auch eine Veränderung im Trainerteam Anfang November hat bisher nicht wirklich gegriffen. Nach dem Ausscheiden von Kenny Lorenzen startete der neue Chef Guido Stendel zwar mit einem 2:1-Erfolg über den Barsbütteler SV, doch konnte auch Stendel nicht verhindern, dass sein Team ausgerechnet im letzten Spiel des vergangenen Jahres mit 1:7 bei Hamm United die höchste Saisonniederlage kassierte. „Die Mannschaft hat sich in dieser Partie von Beginn an ergeben“, so Torsten Strohmeyer. „Auch wenn der Gegner stark war, so kann man nicht auftreten.“
Zur Winterpause gab es im Kader nur wenige Veränderungen. Mit John Wehner und Timorshah Yasini verließen zwei Akteure den Verein. Neu im Team stehen Verteidiger Marc Wiench, der nach genau einem Jahr von der „Zweiten“ des Barsbütteler SV an die Kandinskyallee zurückkehrte und Mittelfeldspieler Yannick Weiß vom ETSV Hamburg. Im Rahmen ihrer Vorbereitung für den zweiten Teil der Serie bestreiten die Mümmelmannsberger sechs Testspiele. Am vergangenen Sonntag empfing man Inter Hamburg, den Tabellenführer der Kreisliga 2. Nach 1:2 Pausenrückstand konnten sich die in der Defensive erneut schwachen Gastgeber zumindest im Spiel nach vorne steigern und gewannen am Ende noch 5:4 (Tore: 3 x Prince Antonia   3, Matthias Juckel 2). Die Davon stehen noch drei Partien aus. Gegner auf heimischer Anlage sind der ETSV Hamburg (Fr. 30.1., 19.30 Uhr), Blau-Weiß 96 Schenefeld (So.1.2., 14.30 Uhr) und der SC Vier- und Marschlande (Fr. 6.2., 19.30 Uhr).

Manager appelliert an Disziplin


Erste Punktspielgegner sind auswärts der FTSV Altenwerder (15.2.) und Kosova (20.2., 19.30 Uhr), zwei Teams, die in der Tabelle hinter dem MSV rangieren und die man in der Hinrunde besiegt hatte. „Diese Partien werden richtungsweisend sein. Sollte es keine sechs Punkte geben, können wir langsam damit beginnen für die Bezirksliga zu planen“, richtet Ligamanager Torsten Strohmeyer deutliche Worte an sein Team. „Wenn die Einstellung und Disziplin sich nicht ändern, sehe ich schwarz.“
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