„Ohne Fußball geht es nicht!“

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Seinem Fußballjugendleiter Azzeddine „Jimmy“ Khemeri hat der SC Vorwärts-Wacker Billstedt viel zu verdanken

Jimmy Khemiri kümmert sich um den Nachwuchs beim SC Vorwärts-Wacker

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Er hat über 300 Kinder und Jugendliche aus mehr als 20 Nationen unter seinen Fittichen, die in 27 Mannschaften auf der Sportanlage Öjendorfer Weg dem runden Leder nachjagen. Die Rede ist von Azzeddine „Jimmy“ Khemiri, seit 16 Jahren Fußballjugendleiter des SC Vorwärts-Wacker Billstedt.

In Tunis aufgewachsen, wo er bereits mit 17 Jahren in der zweiten Liga spielte und als Lagerist arbeitete, kam „Jimmy“ Khemiri 1970 mit einigen Landsleuten über einen Handelspartner zu einer auf die Herstellung und den Vertrieb von Dachpappe spezialisierten Firma in Billbrook, wo er fortan in den verschiedenen Positionen arbeitete und außerdem als stellvertretender Betriebsrat fungierte. Auch fußballerisch fasste er beim FC Voran Ohe im wahrsten Sinne des Wortes schnell Fuß. Danach spielte Khemiri, der den Spitznamen „Jimmy“ seinem damaligen, Jimmy Hendrix ähnelnden Lockenkopf zu verdanken hat, für den MSV Hamburg und den SV UH/ Adler, bis er schließlich 1983 zum SC Vorwärts-Wacker wechselte, dem er nicht nur als Kicker bis 2005 treu war, sondern auch als Nachwuchstrainer und Schiedsrichter. 1999 wurde Jimmy Khemiri dann zum Jugendleiter des Vereins gewählt, dessen umfangreiche Aufgaben von der gesamten Saisonplanung, der Vertretung der Abteilung und ihrer Belange im Hauptvorstand bis zum Freiholen von Spielern reicht. Außerdem war Khemiri auch immer wieder parallel als Trainer von Nachwuchsteams tätig. Nicht nur der Verein dankte es ihm, sondern auch höheren Orts wurde man auf das Engagement des Billstedters aufmerksam. 2008 zeichnete ihn Markus Schreiber, der damalige Leiter des Bezirksamts Mitte, mit dem „Bürgerpreis für Integration“ aus, dotiert mit 2000 Euro. „Das hat mich sehr stolz gemacht“, so Khemiri, der mit 63 Jahren in den Ruhestand ging. Auch seine Söhne ließen sich von seiner Fußballbegeisterung anstecken. Während André und Alexander bei VW beziehungsweise der SV Billstedt-Horn aktiv waren, dort in der Liga spielten, legte Tarek bereits als 13-Jähriger bei VW sein Schiedsrichterprüfung ab und ist noch heute als Beobachter für den BSA Ost tätig.
Ein Ende seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sieht Jimmy Khemiri derzeit noch nicht. „Solange es meine Gesundheit erlaubt, bin ich gerne weiter für den Nachwuchs des SC Vorwärts-Wacker da“, erklärt der sympathische Sportsmann. „Ohne Fußball geht es einfach nicht!“
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