OSV kaum noch zu retten

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Oststeinbeks Yannik Schmidt (r.) versucht vergeblich den Pass von Pervis Sadat Azizi abzublocken.Foto: Thomas Hoyer

Deprimierende Heimniederlage gegen Rugenbergen

Oststeinbek. Der Klassenerhalt in der Oberliga hängt für die Kicker des Oststeinbeker SV am seidenen Faden. Nach der verheerenden 1:5- Heimniederlage gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Rugenbergen braucht die Truppe von Trainer Stefan Kohfahl nicht nur die drei am Grünen Tisch aberkannten Punkte aus dem gegen Altona 93 gewonnenen Spiel – das Sportgericht wird sich in dieser Woche erneut mit dem Fall befassen – sondern in der letzten Partie auch einen Sieg bei Buchholz 08, sollten die Mitkonkurrenten punkten.
Gegen den SV Rugenbergen mussten die ohnehin ersatzgeschwächten Oststeinbeker kurz nach dem Anpfiff auch noch auf Michael Weiß (Leistenprobleme) verzichten. Die Mannschaft fand nie richtig ins Spiel, während der Gegner von Beginn an voll da war, das Geschehen diktierte. Die erste Chance der Rugenbergener, ein Kopfball (23.), konnte Keeper Christoph Werth noch zunichte machen. Bei der zweiten Möglichkeit war Oststeinbeks Schlussmann allerdings machtlos, als ein Rugenbergener am zweiten Pfosten nach Einwurf und Kopfballverlängerung freistehend einschießen konnte (38.). „Felix Rehr war nicht bei seinem zugeteilten Mann“, ärgerte sich Trainer Kohfahl. Die einzige gefährliche Aktion der Gastgeber war ein Schuss von Lamin Jawla in die Arme von Rugenbergens Torhüter. Nach dem Seitenwechsel schien es für kurze Zeit, als würde der OSV endlich aufwachen. Nach Einwechslung von Christian Meyer und Leonel Varela Monteiro besaß das Team Möglichkeiten zum Ausgleich. Als aber dem Gast nach 70 Minuten nach einem von Meier verursachten Freistoß per Kopfball das 2:0 gelang, dem ein Stellungsfehler von Onur Saglam vorausging, war die Partie fast entschieden. Trainer Kohfahl versuchte noch einmal alles, um das Blatt noch zu wenden, stellte seine Abwehr auf Dreierkette um. Doch an diesem Tag ging nichts. Nach dem Motto „jeder Schuss ein Treffer“ konterten die Rugenbergener die Platzherren dreimal aus, erhöhten auf 5:0 (80./ 85./ 87.). Erst zwei Minuten vor Schluss gelang dem OSV durch Saglam der Ehrentreffer. „Unsere Ausfälle konnten wir einfach nicht kompensieren, meine Mannschaft war wie gelähmt“, so Trainer Kohfahl, den vor allem ärgerte, dass sich seine Spieler bei den beiden Gegentoren nicht an die Zuteilung gehalten hatten. „Jetzt müssen wir mit beiden Händen nach dem letzten Strohhalm greifen.“
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