Piraten gelingt Zitter-Sieg

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Trainerneffe Georgios Tzahanis (Mitte) steht gegen zwei Lohbrügger auf verlorenen Posten Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Stavros Tzahanis Foto: Hoyer

Störtebekers Djiokeng hält Elfmeter und rettet 4:3-Erfolg in letzter Spielminute

Hamburg. Mit einem am Ende etwas glücklichen 4:3-Sieg bei der „Zweiten“ des VfL Lohbrügge behauptete der Störtebeker SV seine Tabellenführung in der Kreisliga 4.
Der Spitzenreiter erwischte einen Traumstart, obwohl diverse Stammkräfte verletzungs- und urlaubsbedingt fehlten, sodass nicht nur drei Kicker des Kreisklassenteams aushelfen mussten, sondern auch Ligamanager Christian Chodura (45) auflief und Trainer Stavros Tzahanis (45) sich Mitte der zweiten Halbzeit selbst einwechselte. Zwar vergab Daniel Buchholz nach vier Minuten die erste große Chance, aber schon 120 Sekunden später stand es 1:0 durch einen von Ersin Örün verwandelten Hand-Elfmeter. Fünf Minuten später war es der in der Anfangsphase groß aufspielende Buchholz, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und aus sechs Metern zum 2:0 einschob. In der Folge bestimmte Störtebeker klar das Geschehen.
Ein erstes Lebenszeichen des Gegners gab es Mitte der ersten Halbzeit, doch verhinderte der Pfosten zunächst den Anschlusstreffer, der aber dann zehn Minuten später durch einen von Patrick Miller verschuldeten Hand-Elfmeter fiel. Die Antwort des Tabellenführers ließ nicht lange auf sich warten. Nach weitem Pass von Chodura zu Örün und Zuspiel auf Ismail Kirbas versenkte dieser die Kugel aus 15 Metern im Lohbrügger Gehäuse (44.). Kurz vor dem Pausenpfiff wertete der Schiedsrichter eine Aktion der VfL-Torwarts an Buchholz als Foul und zeigte zum dritten Mal auf den Elfmeterpunkt. Örün verwandelte abermals sicher. Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen zusehends in die Hälfte der Piraten, doch hätte der in der 55. Minute eingewechselte, direkt aus dem Urlaub gekommene Obaidullah Karimi mit dem 5:1 alles klar machen können. Sein Schuss strich am langen Pfosten vorbei. Kurz darauf konnte Jan Streicher für den VfL mit einem 25m-Flachschuss auf 2:4 verkürzen. Die Lohbrügger bekamen immer mehr Oberwasser, und tatsächlich gelang ihnen durch Tobias Kröger auch das Anschlusstor (88.).
Danach wurde es turbulent. Zweimal konnte Störtebekers Abwehr in höchster Not klären, dann schien der Ausgleich unvermeidlich: Der Schiedsrichter entschied nach einer Aktion von Stavros Tzahanis bei einem Luftzweikampf in der 94. Minute zum vierten Mal auf den Elfmeter, doch konnte Keeper Emma Djiokeng den Strafstoß abwehren, wobei er Glück hatte, dass der Schütze den Nachschuss unkonzentriert über das Tor ballerte.
Vor Saisonbeginn wurde die Mannschaft „runderneuert“. Vereinsmitbegründer Christian Chodura, der nach der Winterpause als Trainer an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war und nach der mit Platz sechs beendeten Serie von Stavros Tzahanis abgelöst wurde und den Posten des Ligamanagers übernahm, holte eine Reihe namhafter Spieler mit oberliga- und Landesligaerfahrung. Unter ihnen Jeremy Boakye, Daniel Buchholz, Daniel Henning, die Brüder Christoph und Daniel Aydin, Obaidullah Karimi und Ersin Örün. Damit aber nicht genug: Ex-HSV-Profi Mahmut Yildiz, Kevin Hansen, früherer Zweitligaspieler von Hansa Rostock und Cedric Corea, Nationalspieler des Benin, gaben ihre Zusage, sind aber noch nicht spielberechtigt. „Nach der letzen Serie haben wir einen ganz klaren Schnitt gemacht. Nur sieben junge talentierte Kicker mit Bezirksliganiveau wie Timo Strauß oder Can Köse konnten bleiben“, so Christian Chodura.
Mit einem derart hochklassig besetzten Kader gelten die Piraten als Topfavorit. Dennoch war zunächst noch etwas Sand im Getriebe, auch wenn das Team nach dem 7. Spieltag mit einem 10:1-Sieg Bergedorf 85 II die Tabellenführung übernahm. Gegen den SC Hamm 02 und NCG FC Hamburg gab es zwei Niederlagen, wobei das 1:4 gegen NCG noch umgewertet werden könnte, da ein Kicker nicht spielberechtigt gewesen sein soll. „Insgesamt aber sind wir bisher sehr zufrieden“, so Christian Chodura. „Noch fehlt es etwas an der Harmonie zwischen Jung und Alt. Aber das wird von Woche zu Woche besser. Für uns zählt einzig und allein der Aufstieg.“
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