Pokalschreck besiegt Bezirksligist in Hamburg

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Billstedts Kapitän Felix Ohlrich (Vordergrund) im Zweikampf mit Sören Liesener
 
Jan-Henning Schröder (l.) im „Jubelsprint“

SV Billstedt-Horn nach 3:1 gegen Tus Berne im Viertelfinale

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die Kicker des Kreisligisten SV Billstedt-Horn wurden ihrem Ruf als Pokalschreck am vergangenen Sonntag erneut gerecht. Nach einem verdienten 3:1-Sieg über den eine Klasse höher spielenden Tus Berne, steht das Team von Trainer Patric Hoffmann bereits im Viertelfinale. In der Runde zuvor hatten die Billstedter den Landesligisten FC Voran Ohe sensationell nach Verlängerung mit 2:1 bezwungen.

Feldvorteil ohne Chance

Die Platzherren von der Möllner Landstraße starteten schwungvoll in die Partie, bestimmten zunächst klar das Geschehen und besaßen gleich in der Anfangsphase einen Hochkaräter. Christopher Tian scheiterte nach Flanke von Marco Pflug jedoch aus fünf Metern an Bernes glänzend reagierendem Torwart (5.). Der erste wirklich gefährliche Angriff der Gäste ließ 20 Minuten auf sich warten. Ein Seitfallzieher von Kapitän Sören Liesener verfehlte knapp das Billstedter Gehäuse. In der Folge besaßen die Platzherren weiter leichte Feldvorteile, doch klare Chancen gab es zunächst nicht. Bis zur 43. Minute, als der Gegner das 1:0 nach einem schlecht geklärten, hohen Freistoß auf dem Fuß hatte, aber der anschließende Schuss links am Tor vorbeistrich. Kurz vor der Pause besaßen auch die Bill-stedter ihre zweite Möglichkeit, doch Jan-Henning Schröders Kopfball nach Freistoß von Marco Pflug flog über das Tor. Nach dem Seitenwechsel ging Berne zunächst konzentrierter zu Werke. Einen schönen Angriff über Maik Rubbert schloss Benjamin Marschall mit dem 1:0 ab. (50.).

Mutig nach vorne

Wer nun dachte, der Bezirksligist würde mit der Führung seiner Favoritenrolle doch noch gerecht, sah sich getäuscht. Die Gastgeber ließen sich von dem Gegentreffer überhaupt nicht beeindrucken, spielten weiter mutig nach vorne. Bernes Torwart konnte einen „Hinterkopfball“ von Christopher Tian, der vor ihm aufsprang, gerade noch von der Linie kratzen. (56.). Sechs Minuten später durften die Billstedter dann endlich jubeln. Nach scharfer Hereingabe von Gregor Karwacki, der kurz vor der Pause für den am Knie verletzten Lukas Häder eingewechselt wurde, traf Alexander Koch per Flachschuss aus zwölf Metern zum 1:1 (62.).
Kaum 120 Sekunden später fast das 2:1, doch vergab Tian, der plötzlich am Elfmeterpunkt frei stand, überhastet den zweiten Treffer. Dieser ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Per Heber aus vier Metern ins kurze Eck beförderte Jan-Jenning Schröder das Leder in die gegnerischen Maschen (72.). Ein echtes Aufbäumen der Gäste blieb aus. Nur einmal wurde es für die Platzherren nach einem Freistoß auf den langen Pfosten gefährlich, doch rutschte der Ball einem Berner über den Scheitel. Für den endgültigen K.o. des doch ziemlich enttäuschenden Gegners sorgte Jannik Bordiehn mit dem 3:1 nach wunderbarer Vorbereitung von Billstedts Kapitän Felix Ohlrich (88.). „Ein gerechter Sieg, wir waren eindeutig die bessere Mannschaft“, freute sich Trainer Patric Hoffmann. „Meine Truppe hat defensiv sicher gestanden und sehr gut gegen den Ball gearbeitet.“
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