Premiere beim Deutschen Derby

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Mit vollem Tempo in den Wandsbeker Bogen: 30.000 Zuschauer werden am Sonntag auf der Horner Rennbahn erwartet.Fotos: Frank Sorge/pi

Das gesellschaftliche und sportliche Großereignis startet bereits am 1. Juli

Von Hans-Eckart Jaeger
Horn. Das wird ein aufregender Sonntag werden für die Freunde des Pferdesports und für alle Fußballfans: Nachmittags, wenn das 143. Deutsche Derby entschieden wird, fiebern 30.000 Turffreunde live auf der Horner Rennbahn mit. Am Abend, wenn in Kiew das Endspiel um die Fußball-Europameisterschaft ausgetragen wird, verfolgt halb Hamburg entweder zu Hause vor den Fernsehern oder beim Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld die Fernsehübertragung aus der Ukraine.
Pferderennen und Fußball ergänzen sich am 1. Juli in der Sportstadt Hamburg gut. Aber es gibt in diesem Jahr in der langen Derby-Geschichte eine Premiere: Erstmals wird das „Rennen des Jahres“ nicht zum Abschluss der Rennwoche gelaufen, sondern schon am dritten Tag des Derby-Meetings.
Höchstens 20 dreijährige Hengste und Stuten dürfen im Derby starten. Das Superrennen ist mit einer Grunddotierung von 500. 000 Euro eines der höchstdotierten in Europa. Jeder Besitzer eines Startpferdes muss für das Startrecht je 7500 Euro bezahlen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass am kommenden Sonntag höchstens 13 oder 14 Vollblüter die Startboxen beziehen werden.
Wenn sich die Boxen öffnen und die Pferde das erste Mal an den Tribünen vorbeigaloppieren und in den Wandsbeker Bogen einbiegen, wird aus dem anfänglichen Summen der Zuschauer sicherlich wieder der berühmte „Hamburg-Roar“. Dann mischt sich die Anfeuerung der begeisterten Fans mit dem donnernden Trommelwirbel der Hufe. Die Spannung gerät auf den Höhepunkt, wenn die ersten Vierbeiner die Zielgerade erreichen und das Ziel nur noch 400 Meter entfernt ist.
„Es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, einmal im Leben das Derby zu gewinnen“, sagt der Hamburger Jung Hein Bollow (92). Erhat das Derby gleich fünfmal gewonnen, als Jockey mit Allasch (1953), Kaliber (1954), Kilometer (1956) und Herero (1962), außerdem als Trainer mit Marduk (1974).
Wer gewinnt dieses Mal? Ein Name ist seit seinem überlegenen Sieg am 10. Juni im Kölner Union-Rennen in aller Munde: Novellist, dessen Reiter erneut Eduardo Pedroza sein wird. Wer auf den Hengst eine Wette legen möchte, gehört wahrscheinlich zu den Gewinnern. Platzchancen haben Munic Boy, Nexius, Mano Diao - und vielleicht auch Russian Song aus dem Gestüt des Hamburger Rennclub-Vizepräsidenten Albert Darboven.
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