Rafael krault sich ins Rampenlicht

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Der junge Schwimmer Rafael Miroslaw zeigt seine Medallien mit Stolz Foto: Hoyer

Großes Ziel des 16-Jährigen aus Hamm ist die Teilnahme an der WM 2019

Thomas Hoyer
Hamm
Ein junger Schwimmer krault sich immer mehr ins Rampenlicht: Rafael Miroslaw von der Hamburger Turnerschaft erkämpfte in diesem Jahr in seiner Altersklasse gleich drei Deutsche Meistertitel, was mit der Teilnahme an den kürzlich ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaften in Indianapolis belohnt wurde. Für Rafael Miroslaw war es auf internationaler Bühne der erste ganz große Auftritt, nachdem er im Mai, noch in der Jugendklasse startend, bereits in Italien bei einem kleineren Event über 400 Meter an den Start gegangen war und als Erster angeschlagen hatte. Auch wenn es bei der Junioren-WM in Indianapolis bei seinem einzigen Einzelstart über 400 Meter Freistil nicht zu einer vorderen Platzierung reichte, war Rafael nicht unzufrieden, belegte er doch mit dem deutschen 4x200m-Quartett einen guten siebenten Rang. „Ich kann noch bis zur WM 2019 in Budapest bei den Junioren starten“, so der 16 Jahre alte Schüler. „Mein Ziel ist es, mich über 200 Meter zu qualifizieren und um den Einzug ins Finale mit zu schwimmen.“ Wie fast jeder Sportler hat Rafael Miroslaw einen ganz großen Traum, die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio 2020.

Start um 6.45 Uhr, Ende gegen 21 Uhr

Aber bis dahin ist es noch ein ganz langer und harter Weg. Das bekommt der sympathische junge Sportler schon lange tagtäglich zu spüren. Nach zweiwöchiger Erholungspause von der WM hat er jetzt wieder vor und nach dem Schulunterricht unter Trainer Veith Sieber im Olympia-Stützpunkt Hamburg ein enormes wöchentliches Pensum zu bewältigen. Bestehend aus zehn etwa zweistündigen Einheiten im Wasser sowie dreimal 90 Minuten im Kraftraum. „Das ist wirklich eine Art Hassliebe“, schmunzelt Rafael, der morgens um 6.45 Uhr mit dem Rad zur Schule fährt und meist erst gegen 21 Uhr wieder zu Hause ist. „Es gibt schon Tage, da hat man keine Lust auf die ganzen Strapazen, aber wenn sich dann die Erfolge einstellen, macht das alles wett und man ist wieder voll motiviert.“

Mit acht Jahren Schwimmunterricht

Mit acht Jahren lernte Rafael auf Wunsch seiner Mutter in der HT 16 das Schwimmen. Es folgten erste kleinere Wettkämpfe, die Vereinstrainer Marcel Wenzel zum Anlass nahm, seinen offenbar ziemlich talentierten Schützling zu mehreren Sichtungslehrgängen am Olympia-Stützpunkt anzumelden. Auch hier teilte man die Ansicht von Marcel Wenzel, da sein Schützling einen sehr guten Eindruck hinterließ, und empfahl Rafaels Eltern ihren begabten Sprössling den Besuch der „Eliteschule des Sports“. Schnell nahm die Karriere Fahrt auf, nach zahllosen Medaillen bei Hamburger und Norddeutschen Jahrgangsmeisterschaften folgte 2013 die erste Teilnahme am Mehrkampf im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften. Doch hier machte Rafael eine Kehlkopfentzündung einen Strich durch die Rechnung. „Ich war sehr enttäuscht, da ich mir Titelchancen ausgerechnet hatte“, erinnert sich der Freistilspezialist, der dann aber im darauf folgenden Jahr den Mehrkampf für sich entscheiden konnte. 2015 gab es dann die erste Bronzemedaille bei Deutschen Jahrgangstitelkämpfen. Anschließend ging es weiter steil bergauf: Nach drei Vizemeisterschaften 2016 über 100, 200 und 400 Meter Freistil, der Einstufung in den D/C-Kader des Schwimm-Verbandes und einem Deutschen Altersklassenrekord über 400 Meter Freistil auf der Kurzbahn (3:53,81min.) gewann der 16-Jährige bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Berlin gleich alle Strecken. Ein überragendes Resultat, das hoffen lässt, dass Rafael Miroslaw auch in Zukunft auf der Erfolgsspur schwimmt.
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