Schwalbe im Aufwind

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Mit dieser Truppe nahm „Schwalbe“ am 2. Spieltag der Liga-Pokal-Runde teil (hintere Reihe v.l.): Torsten Weber, Olaf Rosenbauer, Marc Rosenbauer, Jannik Göbel und Janin Klein; (vor dem Kanu v.l.): Annalena Beetz und Alina Haker Foto: Thomas Hoyer
 
Szene aus dem Match Schwalbe gegen den Buxtehuder SV: Kanupolo ist ein rasanter Wassersport Foto: Hoyer

Kanupolo: Neues Team gibt sein Debüt und sucht Anschluss zur Spitze

Von Thomas Hoyer
Rothenburgsort
Der Kanupolosport hat beim Biller Wassersport „Schwalbe" e.V. immer noch großen Stellenwert, auch wenn der Club schon länger nicht mehr in der Deutschen Spitze mitmischt. Das zeigte sich am vergangenen Sonntag am 2. Spieltag der Pokal-Liga-Runde, den der kleine Traditionsclub von der Billerhuder Insel beim „Tag der offenen Tür" vor seinem Bootshaus an der Bille ausrichtete. Die Gastgeber, die am ersten Spieltag auf dem Stadtparksee den zweiten Platz unter acht Teams belegt hatten, waren mit einer gemischten Mannschaft vertreten, in der auch vier Jugendliche der Gesamtschule Mümmelmannsberg standen. Und auch diesmal lief es super. Nach zwei Siegen und einem Unentschieden in der Vorrunde sowie einem 3:0 Erfolg über VfW Oberlaster im Halbfinale, verpasste das Team nur hauchdünn den Tagessieg. Im Endspiel verloren die Rothenburgsorter gegen den Alster-Canoe-Club mit „Golden Goal" 2:3. Nach regulärer Spielzeit hatte es 2:2 gestanden, wobei Marc Rosenbauer, mit sechs Toren an diesem Tag treffsicherster Schütze, seine Mannschaft zweimal in Führung geworfen hatte. Je drei Tore in den fünf Partien erzielten Jannik Göbel und Torsten Weber. Die Kanupolospieler des Biller Wasserport „Schwalbe" hatten lang zu den „Top Ten" Deutschlands gezählt, ehe es nach der Serie 2011 einen ganz herben Einschnitt gab. Das komplette Team schloss sich dem in Eppendorf ansässigen Alster-Canoe-Club an, der gerade den Aufstieg in die Erste Bundesliga geschafft hatte. Insgesamt acht Akteure, unter ihnen Nationalspieler Harald Knoop, der im selben Jahr Weltmeister mit der Deutschen Nationalmannschaft wurde. „Das war der Supergau", so Olaf Rosenbauer, seit rund 20 Jahren Kanupolowart von Schwalbe. „Danach mussten wir fast wieder bei Null anfangen." Ein neues Team mit Nachwuchsspielern nahm an der Liga-Pokal-Runde teil. Vor zwei Jahren schickte Schwalbe dann erstmals wieder eine Mannschaft zu den Deutschen Titelkämpfen in Duisburg, die versuchen sollte, von der untersten Leistungsklasse (LK4) in die „LK3" aufzusteigen. Obwohl man gerade einmal fünf Spieler aufbieten konnte, also ohne Ersatz anreisen musste, sprang ein sechster Rang unter zehn Teams heraus. Allerdings zu wenig, um den Sprung in die höhere Klasse zu realisieren. Nachdem die Verantwortlichen in der vergangenen Saison lieber ganz auf eine Meldung bei der DM verzichtet hatten, geht man diese Serie einen ganz neuen Weg, um langfristig wieder Anschluss an die Spitze zu finden. Vier Spieler von Schwalbe e.V. und sechs Aktive des Wassersport-Vereins Süderelbe bilden ein neues schlagstarkes Team mit Christoph Meyer als Kapitän unter dem Namen „BWS Hamburg", das zunächst bei den Norddeutschen Meisterschaften am 18./ 19.Juni in Quakenbrück sein Debüt gibt und dann im August an den Deutschen Titelkämpfen in Essen teilnimmt. Derzeit trainiert die Mannschaft einmal in der Woche zusammen, wechselweise vor Schwalbes Bootshaus auf der Bille oder bei Süderelbe. Der zweite Trainingstag findet getrennt stand. „Ob uns der Aufstieg in die Leistungsklasse 3 gelingt, ist schwer zu sagen. Alles hängt davon ab, wie schnell die Spieler beider Vereine zu einer Mannschaft zusammenwachsen", so Trainer Olaf Rosenbauer. „Die in der Liga-Pokal-Runde eingesetzten Spieler sind als Unterbau gedacht und haben bei entsprechender Leistung die Chance aufzurücken."
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