So sehen Hamburger Meister aus

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Billstedts siegreiche Kicker jubeln mit ihrem Anhang Foto: Vorwärts-Wacker
 
Eine Szene aus dem Finale gegen den SC Victoria. Mohamed Abbas sorgte für die 1:0-Führung Foto: Gettschat

Futsal-Team der C-Junioren des SC Vorwärts-Wacker holt sich den Titel

Von Thomas Hoyer
Billstedt
Für eine faustdicke Überraschung haben die C-Junioren des SC Vorwärts-Wacker bei den Hamburger Meisterschaften im Futsal, einer Variante des Hallenfußballs, gesorgt. Im Finale bezwang das Team den SC Victoria trotz Halbzeitrückstands am Ende noch glatt mit 9:4. Eigentlich ging es dem Coach, der die Mannschaft bereits seit den F-Junioren unter seinen Fittichen hat, darum, seine Schützlinge mit Futsal in der Halle fit zu halten und auf die schwere Rückrunde in der Oberliga vorzubereiten, um dem drohenden Abstieg zu entgehen. Aber schon nach den beiden ersten Runden der Titelkämpfe, an denen 56 Teams teilnahmen, zeigte die Truppe eine bärenstarke Leistung. Bei sechs Siegen und einem Unentschieden traf man 29 Mal ins Schwarze, Torwart Timo Grandt brauchte nur dreimal hinter sich zu greifen. Die durchweg 2002 geboren Bill-stedter und ihr Trainer hatten jetzt richtig Blut geleckt.

Ziel: Finalrunde

„Von da an war das Erreichen der Finalrunde unser Ziel“, so Akin Gökdal, dessen Team in Runde drei dann erstmals richtig gefordert wurde. Es begann mit einem verdienten 1:0-Sieg über den Rahlstedter SC, doch dann kassierte die Truppe vom Öjendorfer Weg ihre erste Niederlage. Mohamad Abbas, Mohamed Abd El Aal Ali und Stylianos MichaelOglou vergaben gegen den SC Victoria das mögliche Führungstor. Der Gegner machte es besser, nutzte Unaufmerksamkeiten in der VW-Abwehr zum 2:0 Erfolg. Es sollte die einzige Niederlage während des Turniers bleiben. Gut erholt präsentierte sich die Mannschaft beim anschließenden 4:0-Sieg über den SC Condor. Während Victoria bereits für die Vorschlussrunde qualifiziert war, kam es in der letzten Partie des Tages zwischen VW und Paloma zu einem echten Endspiel um den zweiten freien Platz, wobei den Billstedtern aufgrund des besseren Torverhältnisses schon ein Unentschieden gereicht hätte. Zwar sorgte Mohamed Abd El Aal Ali für das 1:0, doch konnten die Barmbeker das Blatt wenden, gingen ihrerseits 2:1 in Führung. Trainer Gökdal, der mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden war, darunter einem Strafstoß, der zum Ausgleich geführt hatte, wurde vom Unparteiischen für die letzten drei Minuten aus der Halle geschickt. „Ich wollte nur die Gründe für die Entscheidungen wissen, habe mich dabei durchaus fair verhalten“, ärgerte sich Gökdal.

Jetzt Nord-Titel im Blick

13 Sekunden vor dem Abpfiff war es Okan Subay, der sein Team mit dem Ausgleichstreffer in die Runde der „Top8“ schoss. Diese wurde in zwei Vierergruppen in der Sporthalle Gropiusring ausgetragen. Dort starteten die Billstedter mit einem 1:1 gegen GW Harburg. Es folgte eine Klasseleistung gegen den SV Nettelnburg-Allermöhe, der auf dem Feld in der Regionalliga, also eine Klasse höher als VW spielt. Den am Ende entscheidenden Treffer zum 3:1 erzielte Xhenis Abazi per 10-Meter-Strafstoß nach dem sechsten Mannschaftsfoul des Gegners. Dann ließen es die Billstedter richtig krachen, schossen Holsatia Elmshorn 8:0 ab. Umut Görfidan erzielte allein vier Tore.

Brenzlige Situation

Damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt, in dem man auf den WTSV Concordia traf. Stylianos Michailoglou und Umut brachten ihr Team schnell 2:0 in Führung, doch nach dem Anschlusstreffer des Gegners wurde es noch einmal brenzlig. Erst Xhenis Abazi befreite sein Team von allen Sorgen, verwandelte erneut einen Strafstoß nach der Foulregel zum 3:1, gleichbedeutend mit dem Sprung ins Finale, das in der Arena in Wilhelmsburg ausgetragen wurde. Hier hatte es die Truppe von Gökdal zum zweiten Mal während der Titelkämpfe mit dem SC Victoria zu tun. Mohamad Abbas traf zwar zum 1:0, doch danach ließ man dem Gegner zu viele Räume und geriet 1:3 in Rückstand. Nur gut, dass Okan Subay kurz vor der Pause der Anschlusstreffer gelang. Wesentlich defensiver eingestellt als in Durchgang eins bot die Mannschaft dann eine tolle Leistung und glich durch Abbas aus und gewann schließlich mit 9:4 (weitere Tore Okan 3, Mohamed 2, Stylianos). „Dieser Titel, der die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften bedeutet, ist der verdiente Lohn für eine geschlossene Mannschaftsleistung“, so Gökdal. „Ich hoffe, dass mein Team jetzt auch in der Oberliga selbstbewusster auftritt und die Klasse halten kann.“
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