Spielwitz und Power fehlt

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Billstedts Kapitän Samed Topuzovic (r.) versucht den Schuss von Stefan Winkel abzublocken Foto: Thomas Hoyer

Vorwärts-Wacker kassiert fünf Tore bei Aufstiegsaspirant Poppenbüttel

Von Thomas Hoyer
Billstedt
Bereits seine achte Saisonniederlage kassierte Landesligist Vorwärts-Wacker am vergangenen Wochenende beim SC Poppenbüttel. Und mit 1:5 fiel das Ergebnis darüber hinaus zu hoch aus, denn phasenweise verkauften sich die Billsteder gegen den Favoriten nicht schlecht. Das Team von Trainer Dennis Kreutzer begann recht ordentlich, besaß durch Juro Julardzija zwei Möglichkeiten, doch wurden seine Schüsse von einem Abwehrbein geblockt, beziehungsweise vom Torwart gehalten (5./6.). Martin Marcinkiewcz hatte ebenfalls kein Glück, scheiterte an Poppenbüttels Keeper Maximilian Rohrbach (17.). Die Gastgeber machten es besser, erzielten durch Stefan Winkel das 1:0 (20.). In der Folge besaß Poppenbüttel mehr Spielanteile und hatte Pech, dass ein Treffer durch eine von Florian Kurzberg direkt verwandelte Ecke wegen Torwartbehinderung nicht anerkannt wurde.
In den letzten Minuten vor der Pause fand Vorwärts-Wacker wieder besser ins Spiel und besaß durch Julardzija noch eine gute Chance, doch konnte sein Zehn-Meter-Schuss von Rohrbach per Fußabwehr entschärft werden. Um so bitterer war das 0:2 nur 90 Sekunden vor dem Seitenwechsel, erzielt von Marcel Stadel nach einem flach in den Strafraum getretenen, abgefälschten Freistoß aus dem Halbfeld (44.).
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff musste sich Poppenbüttels Keeper bei einem schönen Distanzschuss von Lukasz Sosnowki ganz lang machen. In der Folge kontrollierte der Tabellenvierte das Spiel. Mit dem dritten Gegentreffer von Nils Mahncke war die Partie entschieden (73.), auch wenn Wacker durch den eingewechselten Christian Meier nach schöner Vorarbeit des starken Varela Monteiro das 1:3 gelang (83.). Gegen die danach ziemlich entblöste Abwehr schlug der Gegner eiskalt zurück und erhöhte nach schnellen Gegenzügen mit zwei Toren von Lukas Wenzel auf 5:1 (86./ 88.). „Das war ein sehr intensiv geführtes temporeiches Spiel, in dem uns der Gegner richtig gefordert hat“, so Poppenbüttels Trainer Olaf Ohrt.

Verpatzter Saison-Start


Mit dem bisherigen Saisonverlauf können Verantwortliche und Mannschaft nicht zufrieden sein. Schließlich war es das Ziel, wie in der letzten Saison im oberen Tabellen-drittel mitzuspielen. Hauptursache für die zum Teil unbefriedigenden Leistungen sind zahlreiche Ausfälle aufgrund von Urlaub, Krankheit, Sperren – insgesamt kassierte das Team bereits neun gelb-rote/ rote Karten. Mit Yannik Reichenbach (Sprunggelenk), Kim Liebermann (Meniskus-OP) und Aldin Kapur (Knieprobleme) muss Trainer Kreutzer gleich drei Dauerverletzte beklagen.
„Die Ausfälle haben sich vor allem in der Defensive negativ bemerkbar gemacht“, so Ligamanager Wolfgang Krause, der kurz vor Wechselschluss mit Martin Mankiewicz (von UH/Adler) und Verteidiger Hauke Hübscher (TV Jahn Schneverdingen) noch zwei Verstärkungen holte. „Die Stabilität nach hinten hat bislang gefehlt, während es nach vorne zum Teil sogar recht gut lief.“
Bester Beweis dafür sind die hohen Siege gegen Voran Ohe (6:3), Croatia (6:1) und den SV Altengamme (5:0), gegen den die Billstedter eine starke Leistung zeigten. „Spielwitz und viel Power – da hat mich die Mannschaft wirklich überzeugt“, so Wolfgang Krause. Bitter hingegen war vor allem die Niederlage gegen Aufsteiger Elazig Spor (1:2). Gegen Titelaspirant Hamm United verkaufte sich das Team um Kapitän Samed Topuzovic besser, als es das klare 0:3 vermuten lässt. Ganz schwach war der Auftritt bei Dersimspor (1:4).
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