TSV Glinde: Es geht um den Klassenerhalt

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Angreifer Christian Weise, der das Leder nach einer Ecke abfängt, musste im letzten Spiel gegen der Bramfelder SV den etatmäßigen Keeper Torsten Falinski ersetzen Foto: Thomas Hoyer
 
Trainer Markus Berg hofft, dass seine Mannschaft die Klasse halten kann Foto: Hoyer

Die „Alte Herren“ verlieren letzte Partie des Jahres gegen Bramfelder SV mit 1:4

Von Thomas Hoyer
Glinde
In der vergangenen Saison belegte die „Alte Herren“ des TSV Glinde als Aufsteiger noch einen höchst beachtlichen dritten Platz in Hamburgs höchster Klasse. In dieser Saison muss das Team von Trainer Markus Berg allerdings deutlich kleinere Brötchen backen und rangiert auf dem drittletzten Rang der Verbandsliga 2, nur zwei Zähler getrennt von den Abstiegsplätzen. In der letzten Partie des Jahres verloren die Glinder beim jetzigen Tabellenzweiten Bramfelder SV nach 1:0-Führung mit 1:4. Die Mannschaft, zu der 25 Kicker zählen, blieb zwar nach der vergangenen Saison fast komplett zusammen, konnte mit Severin Zawadzki, Andre Bergoint, René Rodenberg und Benjamin Weidenfelder sogar noch vier Zugänge begrüßen. Die Staffel, in der die Glinder antreten, bekam nach der Umbenennung in Verbandesliga 2 (vorher AA02) ein neues Gesicht. „Das Niveau ist deutlich angestiegen“, sagt Markus Berg. „Daher war uns von vornherein klar, dass es diesmal schwerer werden würde und das vorrangige Ziel der Klassenerhalt sein muss.“ Die Prognose sollte sich gleich zu Saisonbeginn bewahrheiten, als die Glinder beim SC Vier- und Marschlande klar mit 0:4 den Kürzeren zogen. Danach fand das Team allerdings mit zwei Unentschieden (Bramfelder SV 0:0, SG Wandsetal/Urania 2:2) und einem 3:1-Sieg über den VfL 93 ganz gut in die Spur. Unnötige Punktverluste leistete man sich in den Spielen gegen den USC Paloma und Condor, die man trotz eigener Führung mit 1:2 beziehungsweise 3:4 verlor.

Große Personalsorgen

Mit einer der Gründe dafür, dass die Mannschaft in dieser Serie mit dem Abstieg konfrontiert wird, sind die vielen Personalsorgen. So fielen unter anderem Kenny Lorenzen, Dirk Sievers und Jörg von der Heide wegen Verletzung aus. Einen Tiefpunkt gab es bei der mit 0:3 gegen den TSV Sasel verlorenen Partie, als neben einem Spieler der 2. Herren und zwei Akteuren der Senioren auch noch Trainer Berg höchst persönlich auflaufen musste. Immerhin konnte man gegen FF Nikola Tesla (3:0) und das Rückspiel gegen Vier- und Marschlande 1:0 durch ein Tor von André Bergoint mit 1:0 gewinnen.

Eine Nummer zu groß

Als eine Nummer zu groß präsentierte sich im letzten Spiel der zum Favoritenkreis zählende Bramfelder SV, zumal die Partie für den TSV unter ganz ungünstigen Vorzeichen stand: Torwart Torsten Falinski musste aus beruflichen Gründen passen und wurde durch Feldspieler Christian Weise ersetzt, der seine Sache zwar ganz gut machte, aber dafür im Sturm fehlte. Die Gastgeber erspielten sich sofort deutliche Feldvorteile, doch stand die Glinder Abwehr recht sicher, ließ kaum eine klare Chance der Platzherren zu. Nach einer halben Stunde ging der TSV dann ziemlich überraschend in Führung. Nach einem Freistoß von Severin Zawadzki aus dem Halbfeld prallte der Ball von einem Bramfelder ab und landete beim freistehenden Bergoint, der keine Mühe hatte, die Kugel ins leere Tor zu schieben. Nach schönem Doppelpass erzielten die Bramfelder kurz vor der Pause aus spitzem Winkel den Ausgleich. Nach Wiederanpfiff legten die Platzherren dann noch eine Schippe drauf, wurden stärker. In der 50. Minute hatten Glindes Oldies ziemliches Pech: André Bergoint wäre alleine durch gewesen, hätte der Schiedsrichter nicht Abseits gepfiffen. „Ich stand genau richtig, das war leider eine glatte Fehlentscheidung“, bedauerte Trainer Berg. Um so ärgerlicher für sein Team, da der Unparteiische im Gegenzug für den BSV nach einer Aktion von Benjamin Weidenfelder einen höchst fragwürdigen Elfmeter verhängte, der zum 1:2 führte (52.). Anschließend legten die Gastgeber noch zwei Treffer nach. „Schade, das angebliche Abseits und der Strafstoß haben uns heute letztlich das Genick gebrochen“, so Trainer Berg, „auch wenn der Sieg für den Gegner natürlich verdient war.“ Die Glinder starten nach der Winterpause mit einem Nachholspiel in den zweiten Teil der Saison. Gegner ist Tabellenführer VfL Lohbrügge, die bislang weitaus stärkste Mannschaft der Staffel (12. März, 11 Uhr, Am Sportplatz).
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