TSV Glinde im Finale chancenlos

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Hamburger Vizepokalsieger – auch darauf können die Senioren des TSV Glinde stolz sein Fotos: Thomas Hoyer
 
Trotz des frühen und schließlich hohen Rückstands gaben die Glinder nicht auf. In dieser Szene kämpft Frank Gabbert (im Vor- dergrund) mit großem Einsatz um den Ball

Oldies verlieren das Endspiel gegen Norderstedt mit 1:5

Von Thomas Hoyer
Glinde
Die Oldies von Eintracht Norderstedt haben die 2. Senioren des TSV Glinde am Ende doch alt aussehen lassen. Im Finale um den Heinzi-Will-Pokal unterlagen Kapitän Francisco Zitzmann und seine Mitstreiter dem Favoriten mit 1:5 (0:3).

Die Glinder gerieten bereits in der 3. Minute 0:1 ins Hintertreffen. Nach einem Schuss an den Innenpfosten ließ Jacek Orzechowski Torwart Herbert Dönges, der kurzfristig vom FC Voran Ohe kam und den verletzten etatmäßigen Keeper Dieter Schmidt vertrat, keine Chance.
Der TSV erholte sich zwar schnell von dem frühen Gegentor und besaß nach Pass von Mario Scheck durch Mathias Heinze, der gegen Norderstedts Torwart einen Schritt zu spät kam, eine erste Möglichkeit (11.). Kurz darauf verfehlte ein Schuss von Mario Scheck knapp das Tor. Der Gegner machte es besser: Ex-HSV-Profi Jens-Peter Fischer ließ sich von dem vergeblich Foul reklamierenden Dieter Wieczorek nicht stoppen und traf zum 2:0 ins lange Eck (18.).

Als Fischer in der 24. Minute der dritte Treffer glückte, war die Partie fast schon entschieden. Acht Minuten nach Wiederanpfiff hatte Andreas Leicht nach Hereingabe von Scheck das 1:3 auf dem Fuß, doch verfehlte er hart bedrängt das Tor.
In der Folge machten die Norderstedter dann alles klar, erhöhten innerhalb von nur 180 Sekunden auf 5:0 (43./46.) Die Glinder ließen sich auch bei diesem Spielstand nicht hängen und kamen in der 59. Minute zum verdienten Ehrentreffer– erzielt von Mathias Heinze nach doppeltem Doppelpass mit Mario Scheck und Torwartabwehr. In der Schlussphase konnte sich TSV-Keeper Dönges noch einmal auszeichnen, sodass es beim 1:5 blieb.

Starke Elf

Auf dem Weg ins Pokalfinale hatte die Glinder, die in der abgelaufenen Saison Fünfter in ihrer Staffel (S51) geworden waren, zunächst den TSV Wandsetal mit 3:0 besiegt. Es folgte ein Freilos, ehe man im Achtelfinale die Oldies des TuS Dassendorf mit 5:1 abfertigte. Deutlich knapper ging es in der Runde der letzten Vier zu, wobei es einen 2:1-Erfolg gegen den FC Süderelbe gab. Die beste Leistung lieferte das Team dann im Halbfinale gegen Altona 93. Beim 3:1-Sieg markierte Jörn Wilkens, mit 63 Jahren ältester Kicker des Teams, den entscheidenden Treffer. Verstärkung erhielt das Team aus der für die Landesliga qualifizierten Ü40 und der Ü55 , die kürzlich die Staffelmeisterschaft feiern durfte; insgesamt sieben Kicker. „Dass wir überhaupt so weit kommen würden, war nicht zu erwarten“, so Fußballabteilungsleiter und Spieler Frank Gabbert“. „Etwas Losglück hat diesmal auch dazu gehört.“

Zur 2.Senioren des TSV Glinde, die Mitte der 1990er Jahre aus den alten Herren hervorging, gehören noch neun Kicker, die bereits 2009 beim ersten Pokalsieg dabei waren, als man im Finale des Heini-Jöns-Pokal, damals noch als "Ü40", den TSV Wandsetal 3:0 bezwang. Unter ihnen Jörn Wilkens, 2014 folgte dann der zweite Pokalerfolg, mittlerweile als Ü50. Leicht (2) und Zitzmann trafen das damals zum 3:0 gegen den HSV. In der kommenden Serie werden die älteren Spieler der Ü40 im Pokal für die Ü50 auflaufen, um wieder ganz vorne mitzumischen.
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