Ausstellung „Self-WEs in Urban Wilderness“

Wann? 16.06.2017 bis 27.06.2017

Wo? Kreuzbrook 10-12, Kreuzbrook 10, 20537 Hamburg DE
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Tania Jacobi möchte das Wesen des Menschen in ihren Bildern ergründen Foto: Rauch
Hamburg: Kreuzbrook 10-12 |

Fabrik der Künste zeigt Bilder von der Hamburger Malerin Tania Jacobi

Von Stefanie Hörmann
Hamm
Tania Jacobis Bilder zeigen wilde Tiere, dazwischen Menschen, manchmal in Interaktion mit den Naturwesen, manchmal einfach in einem selbstverständlichen Nebeneinander. Die Motive sind im Märchenhaften angesiedelt, romantisch, aber nicht idyllisch, denn die Wesen sind alles andere als zahme Hausgenossen. Der Titel der Ausstellung, die ab Mittwoch, 7. Juni in der Fabrik der Künste zu sehen ist, weist die Richtung: „Self-WEs in Urban Wilderness“. Der Mensch ist das Thema, auch die Begegnung mit dem Tier verweist letztlich auf den Menschen. Das Urbane bildet die Hintergrundfolie, vor der die Künstlerin ihre Bilderwelten entwirft. Die Motive greifen Mythen auf und stellen neue Zusammenhänge her. In Spiegelungen, Reflexionen, Brechungen, teils skurril, teils abgründig begegnet der Betrachter immer wieder Gegensätzen: Mensch und Tier, Körper und Geist, Stadt und Natur.

Studium in Sevilla und New York


Tania Jacobi, geboren in Hamburg, studierte Malerei in Sevilla, dann an der progressiven Art Students League in New York. Als freie Malerin schloss sie sich der Künstlerszene in Mexico City und Los Angeles an. Nach fünfzehn Jahren im Ausland wurde Berlin ihre Wahlheimat. Seitdem hat sie ihre Kunst auch in Deutschland in vielen Ausstellungen gezeigt. Ihre Bilder sind ungewöhnlich, ziehen den Betrachter durch eine besondere Technik in ihren Bann. Tania Jacobi nennt ihre Werke „Painted Drawing“, gemalte Zeichnungen oder gezeichnete Malerei. Mit Oil-Sticks übersetzt sie den Strich der Kohlezeichnung in ihre Gemälde, dadurch verbinden sich zeichnerische Linienführung und die Farben zu einem speziellen Ausdruck. Neben den Gemälden von mythischen Naturwesen hat die Hamburger Künstlerin noch ein zweites Standbein: Sie ist eine gefragte Porträtistin. Tania Jacobi fertigte als Auftragsarbeiten Porträts von Hans-Dietrich Genscher, Sigmar Gabriel, Wolfgang Schäuble und vom ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Das Porträt war in den letzten Jahrhunderten stets ein Symbol für Macht und Geld, aber es zeigt auch immer etwas vom Porträtierten, eine offene Flanke. So betrachtet sind die Porträts nur eine andere Facette im Ringen der Künstlerin um eine Annährung an das rätselhafteste Wesen auf dem Planeten: den Menschen.

„Self-WEs in Urban Wilderness“: Mittwoch, 7. Juni, 19 Uhr, Vernissage,
Ausstellung bis Sonntag, 18. Juni; Di-Fr 15 bis 19 Uhr, Sa+So jeweils 12 bis 18 Uhr, Fabrik der Künste, Kreuzbrook 10-12, Eintritt: frei. Sonntag, 11. Juni, ab 16 Uhr mit Gästen aus New York: Marie Pohl liest aus ihrem Roman „Geisterreise“, Max Sharam singt „Snow Child“
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