Ausstellung über Kriegslügen und Propaganda

Wann? 28.03.2017 bis 22.04.2017

Wo? Kreuzbrook 10, Kreuzbrook 10, 20537 Hamburg DE
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Die Ausstellung „Kriegslügen“ klärt über die Mechanismen der Kriegspropaganda auf Foto: Fabrik der Künste
Hamburg: Kreuzbrook 10 |

Fabrik der Künste zeigt Plakate, Filme und Installationen über den 1. Weltkrieg und weitere Kriege bis in die Gegenwart

Von Stefanie Hörmann
Hamm
Kriegspropaganda soll Männer an die Front bringen und so kann es auf die Plakat-Frage: „Vati, was hast Du im Krieg gemacht?“ nur eine Antwort geben: Gekämpft natürlich, für Ehre und Vaterland. Ob diese Antwort nach dem Krieg überhaupt noch gegeben werden konnte, interessiert die Propagandamaschinerie nicht, viel zu viele Väter kamen nicht als Helden zurück, sondern verloren ihr Leben auf dem Schlachtfeld. Die Wahrheit, heißt es, stirbt im Krieg zuerst. Es ist nicht „süß und ehrenvoll fürs Vaterland zu sterben“, wie der Dichter der Antike Horaz formulierte. Der Tod ist blutig und jeder stirbt für sich allein, ob als Soldat im Schützengraben oder als Kind im Bombenhagel von Aleppo. Die Ausstellung „Kriegslügen“ in der Fabrik der Künste zeigt Kriegspropaganda verschiedener Kriege bis zu den Kämpfen der Gegenwart.

Historische Flugblätter


Kernstück der Schau sind 40 historische Flugblätter namhafter deutscher Künstler zum Ersten Weltkrieg. Dazu stellt die Fabrik der Künste zusätzlich Propaganda-Plakate aus anderen Ländern, zeigt beispielsweise die Sicht der Franzosen auf den Weltkrieg und auf Deutschland. England prangert den Beschuss der Kathedrale von Reims durch die deutschen „Hunnen“ an, Vorwürfe und Gegenvorwürfe, Hass wird mit Hass beantwortet und immer wieder der Aufruf zur Gewalt.

Lesungen und Filmvorführungen


Die Schüler der Klasse 9f der Stadtteilschule Wilhelmsburg berichten in Reportagen, Kollagen und Videofilmen, wie der Krieg sie berührt. In Briefen an Prominente wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz oder den Rocksänger Udo Lindenberg fragen sie: „Was können wir gegen Krieg tun?“ Die Arbeiten der Kinder, deren Eltern oder Großeltern teilweise selbst vor Kriegen im Kosovo, Syrien und im afrikanischen Mali geflohen sind, sind ein weiterer Themenbereich der Ausstellung. Die Fabrik der Künste veranstaltet im Rahmen der Schau „Kriegslügen“ zudem Lesungen und Filmvorführungen, die weitere Perspektiven auf das Thema gibt. Am Sonntag, 12. März, ist „Im Westen nichts Neues“ nach Erich Maria Remarques weltberühmten Roman zu sehen.

Kriegslügen – 1. Weltkrieg: bis 2. April, Dienstag bis Freitag, 15 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag 12 bis 18 Uhr, Fabrik der Künste, Kreuzbrook 10, Eintritt: frei. Weitere Infos: Fabrik der Künste
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