DANSE IN RESPONSE - NEUES HAMBURGER TANZFESTIVAL GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE

Wann? 04.11.2016 18:00 Uhr

Wo? St. Ansgar (Kleiner Michel), Michaelisstraße 5, 20459 Hamburg DE
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Festival Danse in Response- Foto by Elfrat Mazor Goldberg
Hamburg: St. Ansgar (Kleiner Michel) | Letztes Jahr als Try-Out unter dem Namen „Dance and Responsibility“, schafft das Festival in seiner zweiten Ausgabe ein ganz besonderes Format, bei dem Kunst, Kontemplation und Reflexion mitten in der eindrucksvollen Architektur des Kleinen Michels aufeinandertreffen.

Dieses Jahr kommen neun deutsche und internationale Künstler_innen bzw. Kollektive zusammen und zeigen ihre Arbeiten zum Thema A BODY IN RESONANCE. Eine Video-Installation, Impulsvorträge, Publikumsgespräche und ein Workshop werden außerdem die Abende begleiten. Die übergreifende Frage nach Verantwortung – response-ability – der Künstler_innen wird reflektiert: Welche Möglichkeiten haben sie, auf die vielfältigen Herausforderungen des Lebens und
der Gesellschaft zu antworten?

Das Festival ist konfessionsungebunden ausgerichtet und doch wirft das außergewöhnliche Setting spannende Fragen auf: Welche Art von (Spiel-)Raum entsteht, wenn an einem Ort des Glaubens und der Rituale zeitgenössischer Tanz aufgeführt wird? Wie verändert der sakrale Raum einer Kirche das Sehen, Erleben und Hören einer Performance? Die Künstler_innen betreten ein Spannungsfeld zwischen Profanität und Heiligkeit und sprechen eine andere Sprache, als wir es an
diesem Ort gewohnt sind: radikal körperlich und unzensiert. Kunst und Kirche als Momente der Unterbrechung und Kritik? Dieses Festival ist ein Experiment, bei dem sich Kunst und Spiritualität konfrontieren, ohne einander etwas abzuverlangen. Stattdessen eröffnet sich ein Raum, der einlädt, in Resonanz zu gehen: mit dem Ort, den Performenden und zueinander. In Stille, Reflexion, Bewegung und Reibung finden wir uns zum diesjährigen Thema A BODY IN RESONANCE zusammen und schauen, was entstehen wird.

Das Festival hebt sich von anderen Hamburger Kunst-Festivals ab, weil es Zeiten der Stille und Kontemplation mit in das Programm aufnimmt. Vor und nach jeder Performance wird eine kurze Phase der Stille im Kirchenraum eingehalten, um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich einzustimmen bzw. dem Erlebten nachzusinnen und zu spüren. Dies eröffnet eine andere Dimension der Erfahrbarkeit der dargebotenen Performances.

Gezeigt werden Deutschland- und Hamburg-Premieren wie die Performances „40 Tage Wagner“ von der Berlinerin Simone Detig über den Zusammenhang zwischen Musik und Erinnerung, „I don´t wear skirts because i never learned to cross my legs“ von der Spanierin Angela Millano über die Normatisierung des Körpers, „May7komsh“ der Ägypterin Shaymaa Shoukry, performt von der Sudanesin Nagham Othman, „The Restlessness of Winged Creatures“ des
israelischen Duos Nir Vidan & Adi Shildan unter anderem.
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