Quietschbunte Knallkunst in Hamburg-Hamm

Wann? 24.02.2017

Wo? Eiffestraße 426, Eiffestraße 426, 20537 Hamburg DE
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Tatsiana Toumel mag Architektur, Yoga und bunte Farben. Aus diesen Zutaten entstehen ihre Bilder Foto: © Galerie Schichtwechsel
Hamburg: Eiffestraße 426 |

Galerie Schichtwechsel zeigt Bilder der russischen Künstlerin Tatsiana Toumel

Von Stefanie Hörmann
Hamm
Ein dunkler Raum, nur erleuchtet von Schwarzlicht, im Hintergrund laufen Walgesänge und dazu ein überwältigender optischer Eindruck durch die schillernden und quietschbunten Bilder der russischen Künstlerin Tatsiana Toumel – das ist Faszination pur. „Einfach unglaublich“, sagt Galeristin Friederike Lydia Ahrens über ihre neue Ausstellung in der Galerie Schichtwechsel, „die Leute wollen den Raum gar nicht mehr verlassen, wir hatten Kinder hier, die gesagt haben, das ist so schön wie das Weltall, die wollten am liebsten in dem Zimmer wohnen“. Im Schwarzlicht-Raum gibt es tatsächlich viel zu entdecken, da schwimmen schillernde Fische, begeistern Bilder mit präzisen Mustern, denen man den zweiten Beruf der Künstlerin anmerkt: Die Wahlhamburgerin Tatsiana Toumel aus Weißrussland ist Bauingenieurin und technische Zeichnerin, ihre Linienführung daher exakt und fein. Die Muster ihrer Bilder begeistern durch Komplexität und intensive Farben. Spiritualität ist für Tatsiana Toumel wichtig, sie ist Yoga Meisterin, gibt auch Kurse.

Krasse Mandalas als Kontrapunkt


Einen Kontrapunkt zu ihrer „Knallkunst im Schwarzlicht“ setzt Christoph Ziegler mit seinen „Krassen Mandalas“. Auch er ist Wahl-Hamburger, geboren in Konstanz, eigentlich Performance-Künstler. Christoph Ziegler zeigt in der Galerie Schichtwechsel flüchtig betrachtet meditative Mandalas, aber die haben es in sich: Der Künstler verwendet für seine spirituellen Bilder möglichst billige Alltagsgegenstände, zum Teil aus dem Drogeriemark. Da finden sich Klobürsten in harmonischer Eintracht neben Plastikbuchsbaum oder Wischlappen – und das alles wird zu einem bunten Bild, das zu innerer Einkehr einladen soll. Die Wäscheklammern und Bürsten machen Karriere als Kunstwerk und werden plötzlich schön. Die Bilder zeigen aber auch, wie viel Kram produziert und gekauft wird. Der Besucher begleitet ein Sammelsurium der mal nützlichen, mal unnützen Alltagsgegenstände aus der Zivilisation auf ihrer Reise in die Welt der Meditation und kann sich anschließend im Schwarzlichtraum voll und ganz dem Farbrausch hingeben.

„Knallkunst im Schwarzlicht und krasse Mandalas“: bis 9. März, Galerie Schichtwechsel, Eiffestraße 426. Mittwoch bis Freitag, jeweils 15 bis 19 Uhr, Sonnabend, 15 bis 18 Uhr. Eintritt: frei
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Tatsiana Toumel aus Altstadt | 24.02.2017 | 14:56  
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