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Auch in Hallenbädern trainieren die Mitglieder des DUC – hier Flossen- und Apnoe-Tauchen Foto: DUC
 
Tauchgang im Hohendeicher See – da kann man dann schon mal auf einen Hecht treffen Foto: DUC
Hamburg: Caspar-Voght-Straße 65 |

Deutscher Unterwasser-Club Hamburg taucht seit 65 Jahren ab

Von Thomas Oldach
Hamburg-Hamm
Abtauchen – diesen Begriff verbinden wir gerne mit ein paar freien Tagen, Urlaub, einer Auszeit vom Alltag. Doch Abtauchen geht im wahrsten Sinne des Wortes auch anders und richtig: nämlich beim Deutschen Unterwasser-Club Hamburg (DUC). Den Verein gibt es bereits seit 1952 – aktuell mit seinem Hauptsitz in Hamm. Doch weil man im Stadtteil nicht wirklich gut tauchen kann, steht das „Vereinsheim“ am Süd-Ost-Ufer des Hohendeicher Sees am Warwischer Hinterdeich in Kirchwerder. Dort fand im April gerade das „Antauchen“ in die neue Saison statt – bei 8 Grad Wassertemperatur war das natürlich nur etwas für die ganz Hartgesottenen.

Beste Tauchbasis


Doch es geht natürlich auch wärmer. Denn auch in den Hallenbädern auf St. Pauli, Neugraben und der Bundeswehr-Uni finden Trainingseinheiten statt. Die Ostsee und der Kreidesee in Hemmoor zwischen Hamburg und Cuxhaven. Von 1862 bis 1976 wurde dort Kreide für die Zementherstellung abgebaut und es entstand eine Grube, welche sich nach Abschaltung der Pumpen in sechs Jahren mit glasklarem Quellwasser füllte. Dieser Standort gilt als sehr anspruchsvoll, wurde aber bereits mehrfach als beste Tauchbasis in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

Sicherheit an erster Stelle


Wer mit dem DUC-Team unterwegs ist, kann Vorbehalte über Bord werfen: „Beim unseren Tauchgängen steht die Sicherheit an erster Stelle“, sagt denn auch Andrea Krueger, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins mit rund 300 Mitgliedern zuständig und natürlich begeisterte Taucherin ist. Denn: „Schnorcheln im Roten Meer oder der Karibik ist zweifellos toll. Aber unsere heimischen Gewässer bieten ebenfalls viele aufregende Momente. Wir bieten im DUC Ausbildung und Spaß für viele Wassersportler – von Sport bis Wettkampf.“ Da reicht das Angebot vom Flossentraining und der „normalen“ Tauchausbildung über das Angebot des Unterwasser-Rugbys bis zum Apnoe-tauchen. Dabei atmet der Taucher vor dem Abtauchen ein und benutzt im Gegensatz zum Gerätetauchen für seinen Tauchgang nur diesen einen Atemzug. Den Zeitraum des Luftanhaltens bezeichnet man als Apnoe (griechisch für „Nicht-Atmung“). Aber dieser Bereich muss es ja zum Start in das neue Hobby nicht gleich sein – denn wer kann aus dem Stand schon 75 Meter Streckentauchen oder drei Minuten unter Wasser bleiben, ohne einmal Luft zu holen?

Nachttauchen


Also geht es im ersten Gang erst einmal an Theorie und die „kleine“ Praxis. Dazu stellt der Verein 15 Tauchflaschen sowie ausreichend Lungenautomaten, Jackets und Tarierwesten sowie einen leistungsfähigen Atemluftkompressor zur Verfügung – kostenlos zu Ausbildungszwecken. Und wer es dann erst einmal gelernt hat, will aus dem Wasser eigentlich gar nicht mehr raus – bietet der DUC doch auch Tauchkurse für den Naturschutz (dabei geht es um Wasserpflanzen und Gewässerstrukturen in Zusammenarbeit mit dem Nabu) und ein Nachttauchen an. „Bei allen Aktivitäten am und im Wasser steht eins im Vordergrund: Sicherheit“, sagt denn auch Boris Haar, Zweiter Vorsitzender des DUC.

Infos und Kontakt


Kosten: 77 Euro, Paare 120 Euro, Schüler, Studenten, Azubis 60 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre 40 Euro (jeweils Halbjahresbeiträge), Aufnahmegebühr 20 bis 50 Euro. In allen Kosten ist die Nutzung der Gewässer und Hallenbäder sowie eine Versicherung eingeschlossen. Neoprenanzug, Maske und Flossen kosten zusammen etwa 400 Euro. Kontakt: www.duc-hamburg.de, per Mail an info@duc-hamburg.de oder Telefon 209 91 23, Caspar-Voght-Straße 65
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