Ein Stück mehr Sicherheit in Hamm

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Kleine Demo im Sonnabendverkehr – Yannick Regh (v.l.), Michael Osterburg, Elke Kuhlwilm, Dirk Kienscherf und Farid Müller stellen sich den Autos in den Weg Foto: fbt
Hamburg: Stoeckhardtstraße |

Tempo 30: In der Carl-Petersen-Straße müssen Autofahrer künftig vom Gas

Von Frank Berno Timm
Hamm
Die Verkehrsberuhigung der Hammer Carl-Petersen-Straße kommt. SPD und Grüne wollen zusätzlich zu Tempo 30 die Straße durch einen Business Improvement District (BID) aufwerten. Die Carl-Petersen-Straße ist das, was man sich unter einem belebten Großstadtviertel vorstellt: Geschäfte, Cafés, Wohnhäuser – und die Hamburg-typische Klinkeroptik samt querstehender Wohnhäuser mit einstöckigen Verbindungsbauten gibt es als optische Dreingabe obendrauf. Doch unglücklicherweise nutzen viele Autofahrer die Straße als flotte Abkürzung und preschen unangemessen schnell durch.

Zwei Sprunginseln ab Juni

Seit zwei Jahren gibt es Bemühungen, hier eine Verkehrsberuhigung hinzubekommen; nun ist das erste Etappenziel fast erreicht. Yannick Regh, Elke Kuhlwilm (beide SPD) und Michael Osterburg (Grüne) aus dem Hammer Regionalausschuss, Dirk Kienscherf (SPD) und Farid Müller (Grüne) aus der Bürgerschaft berichten dem Hamburger Wochenblatt, wie die nächsten Schritte aussehen. Ab Juni werden zwei so genannte Sprunginseln in die Straße eingebaut. Die eine wird in Höhe des Lebensmittelmarkts, die zweite an der Kreuzung Stoeckhardtstraße/Ohlendorfstraße eingebaut. Dirk Kienscherf ergänzt, dass zusätzlich auf der Nordseite der Straße Schrägparkstreifen angelegt werden, die den Platz für die Autos deutlich schmaler machen werden. Der Radverkehr kommt auf die Straße, für die Geschäfte werden Ladezonen angelegt. Yannick Regh fügt hinzu, dass auch Gehwegplatten ausgebessert werden sollen. „Das ist ein Riesenschritt“, freut sich der Abgeordnete.

BID für Hamm geplant

Farid Müller und Dirk Kienscherf bemühen sich außerdem darum, in der Carl-Petersen-Straße einen Business Improvement District (BID) zu etablieren. Solche BIDs gibt es in der ganzen Stadt seit Jahren immer wieder: Mit Geldern aus öffentlicher und privater Hand werden Straßen und Plätze hergerichtet und mit gemeinsamem Marketing attraktiver gemacht. In Hamm könnte es in ein bis zwei Jahren soweit sein, sagen Müller und Kienscherf, dann würden weitere Arbeiten folgen. Einstweilen, sagen die Politiker, geht es um mehr Verkehrssicherheit: Das Projekt Carl-Petersen-Straße habe man sich schon im letzten Bezirkswahlkampf vorgenommen und auch in den Koalitionsvertrag geschrieben. Und die Nebenstraßen? In der Stoeckhardtstraße mahnt ein Schild zum langsamen Fahren – das Kopfsteinpflaster dort hat schon bessere Tage gesehen. Dirk Kienscherf und Michael Osterburg meinen, derlei werde man nach und nach auf-
arbeiten.
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1 Kommentar
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e hauck aus Hamm | 10.05.2017 | 15:13  
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