„Goldener Baumkuchen“ verliehen

Anzeige
Die Preisträgerinnen des 45. „Goldenen Baumkuchens“ (v.l.n.r.): Janine Engelhardt, Heike Plön, Jana Hansen und Aileen Seemann Foto: wb

Borgfelder Auszubildende präsentieren köstliche Kunstwerke

Borgfelde An der Gewerbeschule 3 zählt der Leistungswettbewerb „Goldener Baumkuchen“ zu den Höhepunkten des Schuljahrs. Ende April feierte die Veranstaltung, die gemeinsam mit der Konditoren-Innung ausgerichtet wird, ihr 45. Jubiläum. Insgesamt 17 angehende Konditorinnen und Konditoren aus dem zweiten und dritten Lehrjahr nahmen dieses Jahr teil und stellten sich den hohen Anforderungen dieses Wettbewerbs.

Konzentrierte Arbeitsatmosphäre


Am Wettbewerbstag hatten die Teilnehmenden vier Stunden Zeit, um nach eigenen Entwürfen je eine Formtorte herzustellen. Auch wenn Böden und einzelne Dekor-Elemente bereits vorproduziert werden dürfen, ist die Zeit stets knapp bemessen. Und so herrschte in der Konditorenwerkstatt eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Jeder Handgriff muss sitzen, Fehler kann man sich nicht erlauben. Pünktlich um 12 Uhr trat die Fachjury aus Ausbildenden und Lehrkräften an, um die Schautorten zu bewerten. Die Kriterien sind Konsistenz, Geschmack und Aussehen der Böden, Füllungen, Überzüge und Dekor-Elemente sowie Handwerklichkeit und Sauberkeit am Arbeitsplatz.

Die Preise der Fachjury


Um 14 Uhr kamen Teilnehmende, Schulöffentlichkeit und Gäste in der festlich geschmückten Aula zusammen, um die auf einer langen Tafel präsentierten Schautorten zu begutachten. Bei Kaffee und Kuchen war Gelegenheit zum Fachsimpeln und zum Diskutieren der großen Frage: Welche Torte ist die schönste – die romantischen Hochzeitstorten oder die Märchenmotive, die afrikanischen Ornamente oder die ägyptischen Pyramiden? Angesichts der vielen kreativen Ideen und der hohen Qualität der diesjährigen Beiträge fiel diese Entscheidung nicht leicht, wie auch Schulleiterin Wilma Elsing in ihrer Begrüßungsrede feststellte. Jurorin Tessa Liebelt (Dat Backhus) zeigte sich vor allem von den innovativen Techniken beeindruckt, mit denen die angehenden Konditorinnen und Konditoren dazu beitragen würden, das Konditorenhandwerk weiterzuentwickeln. Dann verkündete Abteilungsleiter Jürgen Wünneker endlich die Preisträger der Fachjury: Den ersten Platz belegte Heike Plön (Nord Event) aus dem dritten Lehrjahr, der zweite Preis ging an Janine Engelhardt (Schmidt&Schmidtchen) aus dem zweiten Lehrjahr. Beide hatten sich das Thema „Universum“ ausgesucht und ihre Schautorten mit galaktischen Weltraum-Motiven aus Marzipan und Zucker dekoriert. Der dritte Preis ging an Jana Hansen (Konditorei Steidl) aus der Turboklasse des zweiten Ausbildungsjahrs mit einer „Harry Potter“-Torte, die mit einem sprechenden Hut aus modellierter Schokolade und dem goldenen Schnatz gekrönt war. Alle Teilnehmenden wurden zudem mit einer Medaille und einer Urkunde für ihre Leistungen geehrt.

Der Publikumspreis


Erstmals durfte dieses Jahr auch das Publikum einen Preis vergeben. Dieser wurde vom Schulverein gesponsert und bildete einen weiteren spannenden Höhepunkt der Veranstaltung. Würde das Publikum anders bewerten als die Fachjury? Schließlich kann es nur das Aussehen der Torten beurteilen. Tatsächlich ergab die Auszählung der vorbereiteten Stimmzettel einen neuen Favoriten: die Torte von Aileen Seemann aus dem zweiten Lehrjahr (Café Reinhardt), die eine ganz in Türkis und Blau gehaltene „Unterwasserwelt“ mit Meeresmotiven aus gezogenem und gegossenem Zucker kreiert hatte.

Spende an Organisationen


Wie jedes Jahr spendeten die Teilnehmenden ihre Arbeiten dem Rauhen Haus und Hilfspunkt e.V. Die Stiftung Das Rauhe Haus setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche, Kranke, Behinderte und alte Menschen ein. Der Schwerpunkt des gemeinnützigen Vereins Hilfspunkt liegt in der Unterstützung von Obdachlosen. (wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige