Nicht nur Jubel über Tempo 30 in Hamm

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Schaulaufen über die Sprunginsel: Elke Kuhlwilm (v.l.), Michael Osterburg, Yannick Regh, Dirk Kienscherf und Falko Droßmann demonstrieren den sicheren Überweg im Wahlkampf Foto: Timm
Hamburg: Carl-Petersen-Straße |

Die Umgestaltung der Carl-Petersen-Straße stößt auf Kritik

Hamm Die neue Tempo-30-Zone in der Carl-Petersen-Straße stößt zwar überwiegend auf Zustimmung bei Anwohnern, auf anderer Seite auch auf Unmut (das Wochenblatt berichtete). Bei einem Fototermin mit Lokalpoltikern zur Einweihung der Sprunginseln zeigte sich ein Händler aus der Nachbarschaft sehr verärgert über die Baumaßnahmen. Der Geschäftsinhaber konnte sonst immer auf dem Bürgersteig vor seinem Laden parken, was nun nicht mehr möglich sei, nachdem absperrende Stangen installiert wurden. Auch hat sich noch nicht bei allen Autofahrern herumgesprochen, dass hier jetzt – wie in allen Tempo-30-Zonen – die Rechts-vor-Links-Regelung gilt. Bemängelt wurde von Passanten, dass das Tempo-30-Schild am östlichen Ende der Carl-Petersen-Straße schlecht sichtbar sei, wenn hier Transporter geparkt werden, was oft der Fall sei. Bezirksamtsleiter Falko Droßmann sicherte zu, den Standort des Tempo-30-Schildes noch einmal zu überprüfen und ihn gegebenenfalls zu korrigieren.

Pläne für Radweg noch offen

Ein anderer Passant monierte, man hätte doch auch gleich Fahrradwege „mit einmauern“ können, so sei es eine Verschwendung von Steuergeld. Falko Droßmann erklärte dazu, dass in einer 30er-Zone das Einrichten von Fahrradwegen rechtlich nicht möglich sei, da alle Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren müssten. Der bisherige Fahrradweg auf der Südseite zwischen Lebensmittelmarkt und Stoeckhardtstraße sei einstweilen provisorisch mit einem speziellen Kies repariert worden, um Stolperfallen zu beseitigen. Endgültige Planungen, wie mit dem bisherigen Radweg verfahren werden soll, sollen folgen. Wichtig sei es aber, dass nun die ersten Baumaßnahmen an der Carl-Petersen-Straße endlich abgeschlossen seien. Der Bezirksamtsleiter beklagte, dass Planungen viel zu lange dauerten und man immer entsprechend warten müsse, bis endlich alles fertig sei. Ausdrücklich lobte der Verwaltungschef des Bezirks Mitte die Zusammenarbeit mit der Polizei beim Projekt. (fbt)

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